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Kapitel 3 - Die Kinder des Kristallsterns - Envy

Am nächsten Morgen war Envy die erste, die wach wurde. Schnell sprang sie unter die Dusche im Gasthaus und zog sich passende Kleidung fürs Training an. Sie wusste, dass der Vater von Pride auf vernünftige Kleidung bestand, weswegen sie nur ein paar ihrer knappen Röcke und Kleider eingepackt hatte, jetzt trug sie eine dreiviertel lange Jeans und dazu ein lila Top und Lila Chucks. Ihre Haare band sie zurück und betrachtete sich zufrieden im Spiegel, dann beschloss sie eine runde joggen zu gehen um sich auf zu wärmen.

Draußen traf sie den Stalljungen von gestern Abend, John hieß er, der ihr fröhlich zu winkte. Sie winkte zurück und verließ dann das Grundstück um in Richtung Wohnheim zu joggen. Seufzend setzte sie sich in Bewegung, dafür dass es noch ziemlich früh am Morgen war, war die Luft sehr schwül und es war kein sehr angenehmes Laufen. Sie joggte ein paar Kilometer und entschloss sich dann hintenrum über den Feldweg zurück zu joggen.

Als sie am Garten des Montreal Anwesens ankam waren Scilence, Pride und die anderen auch bereits wach und am Aufwärmen. Interessiert beobachtete Envy wie Scilence sich angeregt mit Claude über etwas unterhielt, scheinbar schien sie ihm endlich näher zu kommen. Sie biss sich auf die Lippe, es gab eine Zeit, da waren nur Pride und sie zusammen rum gezogen, da hatte sie sich Hals über Kopf in Claude verliebt, doch es war nie was draus geworden, weil Claude ihre überhebliche Art nicht leiden konnte, seit dem hatte sie sich extrem verändert.

„Na endlich, wir dachten schon du kommst gar nicht mehr.“ Rief Grace und öffnete ihr das Tor von innen. Envy nickte ihr danken zu und begann sich zu dehnen, dabei beobachtete sie die anderen. Pride machte Partner Übungen mit ihrem Vater, Sci trainierte mit Claude, Grace und Glory kämpften gegeneinander und Faith saß wie immer über ein Buch gebeugt auf der Wiese. Eigentlich hatte sie gehofft gegen Pride antreten zu können oder ein wenig Unterricht von ihrem Vater zu bekommen, doch jetzt musste sie sich wohl erst mit Faith begnügen. Valentin hatte sich am Rand des Platzes nieder gelassen und beobachtete interessiert das geschehen dort. Eigentlich fand Envy Valentin ganz anzüglich, oder wie ihre Schwester gerne sagte auch auszüglich, aber sie empfand nichts für ihn, ganz anders war es gestern bei John gewesen. Lange hatte sie sich nicht mehr so verwirrt gefühlt wie gestern. Es war so nett zu ihr gewesen und hatte ihr eine Menge Aufmerksamkeit geschenkt. Er hatte sie kein Mal unterbrochen, als sie ihm von ihren Eltern erzählt hatte. Eigentlich mochte sie ihre Eltern, aber manchmal waren sie einfach nur nervig. Sie wollten, dass Envy alles schaffte was sie wollte und unterstützten sie wo sie konnten, aber dennoch war sie immer nur die zweitbeste. Nie wurde sie so gelobt wie Pride. Das störte sie ein wenig, auch wenn sie nicht wusste warum. John hatte daraufhin nur gelächelt und gesagt, dass es daran läge, das Pride deswegen mehr Aufmerksamkeit von anderen bekam. Im ersten Moment war sie wüten gewesen, im nächsten musste sie sich jedoch eingestehen, dass er recht hatte.

Danach hatten sie noch viel getanzt, bis beide so müde waren, dass sie sich verabschiedet hatten, nicht großartiges, eine einfache Umarmung, kein Kuss oder ähnliches, und sich ihre Wege getrennt hatten. Als er ihr heute Morgen begegnet war und sie gegrüßt hatte, hatte ihr Herz vor Freude einen kleinen Sprung gemacht und sie hatte es eilig davon zu kommen. Solche Gefühle war sie nicht mehr gewohnt und sie hatte immer Angst davor gehabt, grade weil es sich bei diesem Jungen um einen Stalljungen handelte, ihr Vater war Kaufmann und damit vom Stand her höher, er würde eine Beziehung der beiden sicher nicht erlauben.

„Envy? Hörst du überhaupt zu? Vater will mit dir trainieren.“ Pride stand vor ihr und fuchtelte vor ihrer Nase herum. Sie blickte Pride irritiert an, dann nickte sie und ging an ihr vorbei zu James Montreal.

„Okay Envy, dann zeig mal was du drauf hast.“ Sagte er und nahm eine Hellebarde von der Wand des Herrenhauses. Envy zog ihre Chakrems und begann ihnen Leben ein zu hauchen, dann legte sie los. Mit geschickten Bewegungen sprang sie ein paar Schritte zurück, täuschte an und warf dann Sekunden schnell auf einem anderen Winkel. Pride kannte diesen Trick nur zu gut, doch ihr Vater sah erstaunt aus und hatte Mühe die Chakrems ab zuwehren. Envy grinste, auch Prides Vater grinste.

„Gut, weiter so, das ist ein Interessanter zug.“ Sagte er und ging in Angriffsposition, jetzt würde er richtig los legen, da war Pride sich sicher. Sie gesellte sich zu Valentin und beobachtete mit ihm zusammen gespannt das Training der beiden.

Envy gab sich alle Mühe und benutzte die besten Techniken die sie kannte. Einmal schaffte sie es James einen Kratzer am Arm zu verpassen, allerdings blieb es dabei. James dagegen landete währen des Trainings kein Treffer und Envy war hoch zu frieden. Auch James war zufrieden und lobte sie ausgiebig.

„Klasse, du hast gut Trainiert, sicherlich wirst du auch bald gebrauch von der Kraft machen können.“ Sagte er und klopfte ihr auf die Schulter. Envy lächelte, dass war das zweite mal dass sie Aufmerksamkeit von jemandem bekam und diesmal war es noch ein Lob dazu, auch noch von Prides Vater, der als besonders streng galt. Pride lächelte ihr freundlich zu und Envy verabschiedete sich von ihnen um duschen zu gehen.

 

Auf dem Weg zum Duschraum traf Envy erneut auf John der grade Wasser für die Pferde holte. Als er Envy von weitem sah blieb er stehen und stellte die Eimer ab um ihr zu zuwinken. Envy bog von der Verander ab und lief auf ihn zu. Sie blickte auf seinen frei liegenden Oberkörper der ziemlich Muskulös und sonnen gebräunt war. Sie lächelte dem Blonden zu.

„Na, wie geht’s dir?“ fragte er und hob die Eimer wieder hoch.

„Gut, und dir?“ Envy betrachtete die Randvollen Eimer und schätzte dass es ziemlich Muskeln gab wenn man sie jeden Tag vom Brunnen bis in den Stall schleppen musste,

„Auch, ich hab euer Training grade gesehen, wirklich erstaunlich wie gut du mit den Chakrems umgehen kannst.“

Envy lächelte zurückhaltend, John aber lächelte sie offen an.

„Und, für heute Abend schon was vor?“ fragte er.

„Nein, für heute Abend noch nicht.“ Sagte sie und wand ihren Blick von ihm ab um nicht noch irgendwas Dummes zu sagen. Sie fühlte sich plötzlich gar nicht mehr so selbstsicher wie sonst.

„Sehr schon, hat die gnädige Dame denn dann ein wenig Zeit für einen einfachen Pferdeknecht?“ fragte er vergnügte und sah sie mir seinen unverschämt blauen Augen an. Envy spürte, wie ihr Gesicht heißt wurde, hoffentlich wurde sie nicht rot.

„A…aber natürlich.“ Stammelte sie und blickte auf den Boden.

„Sehr schön, dann sehen wir uns heute Abend um acht Uhr am Tor, normale Kleidung reicht.“ Sagte er vergnügt und lief dann in Richtung Stall davon. Envy blieb noch eine Weile stehen und blickte ihm nach, bis er um die Ecke verschwunden war, dann setzte sie ihren Weg zur Dusche fort. Unter der dusche wusch sie ihren Körper besonders Ordentlich um auch jede Spur des Training fort zu waschen, dann zog sie wieder eine enge dreiviertel Jeans an und dazu ein gelbes Top und gelbe Chucks. Um den Hals legte sie sich eine gelbe Perlenkette und ihre Haare steckte sie mit ein paar gelben Klämmerchen zurück. Sie war einen letzten Blick in den Spiegel und beschloss sich heute nicht zu schminken, außer ein wenig Kajal, dann war sie fertig und verließ das Gasthaus um den anderen weiter zu zusehen.

Pride schien auch fertig zu sein als sie zum Trainingsplatz kam, sie saß wieder neben Valentin, diesmal jedoch um einiges dreckiger. Scilence Trainierte grade mit Faith ein wenig und Glory und Grace lernten neue Techniken von Prides Vater. Envy ließ sich zufrieden neben Pride und Valentin nieder.

„Wieso guckt du so über Glücklich?“ fragte Pride und musterte sie neugierig. Envy schwieg. Sie würde ihrer Freundin noch verraten wieso sie so grinste, aber erst Später. Sie gab ihr ein Zeichen und Pride verstand. Sie wand sich wieder an Valentin und Claude, der grade dazu gestoßen war.  Envy beobachtete noch eine Weile was Grace und Glory lernten, dann wurden sie zum Mittagessen gerufen. Scilence und Faith würden nach dem Mittagessen weiter Trainieren, die anderen hatten danach Freizeit. Gwen hatte genaue Zeiten für das Training festgelegt, damit keiner Überarbeitet wurde und James hielt sich seiner Frau zu Liebe genau daran. Pride ließ sich beim Mittagessen abmelden, da sie lieber erst duschen wollte, was Valentin mit einem knurren quittierte, weil er es nicht leiden konnte wenn sie nicht aß. Auch Claude zog eine Augenbraue hoch als Pride sie darum bat, aber sie versicherte danach auf jeden Fall noch was zu essen. Envy beobachtet wie Pride über die Verander rannte und in der Trainingsdusche verschwand, eine halbe Stunde Später tauchte sie mit nassen haaren und frischer Kleidung beim Essen auf. Valentin und Claude nickten zufrieden und Gwen lächelte, als sie sah wie ihre Tochter zu schlug. Auch Envy lächelte über Prides plötzlichen Hunger, vielleicht hatte ihr auch einfach die Küche ihrer Mutter gefehlt, oder der Druck ihres Vaters war zu hoch.

„Ach ja, Envy, deine Eltern hatten sich vorhin gemeldet, du sollst heute bitte einmal kurz zu Hause vorbei schauen. Deine Schwester erwartet ein Kind.“ Sagte Gwen und Envy lächelte. Endlich hatte sich Gwyns Traum erfüllt. Sie hatte sich schon immer ein Kind gewünscht, doch ihr Mann Ty hatte nie eins gewollt, scheinbar hatte er sich um entschieden, wie Envy allerdings fand, zur falschen Zeit, denn in zwei Jahren würde der kalte Krieg statt finden, es wäre schrecklich wenn dem Kind dort etwas zustoßen würde.

„Hat sie gesagt wann?“ fragte sie, doch Gwen schüttelte nur den Kopf, daraufhin beschloss sie direkt nach dem Mittagessen nach Hause zu gehen, dann wäre sie pünktlich zum Abend zurück.

„Du kannst Lanzelott nehmen.“ Schlug Pride vor und lächelte. Dankbar nickte Envy ihr zu. Lanzelott hatte sie früher schon immer geritten. Sie liebte dieses Pferd als wäre es ihr eigenes und das wusste Pride genau.

„Genau, der Dicke muss unbedingt mal wieder bewegt werden.“ Stimmte Gwen ihr zu und Pride lachte.

„So dick ist er gar nicht.“ Nahm Envy ihn in Schutz, musste aber auch lachen.

 

Nach dem essen gingen alle getrennte Wege, Pride entschloss etwas mit Balthasar aus zu reiten und die Jungs wollten in die Stadt etwas über das Dorffest morgen raus finden. Obwohl die Stadt in höchster Alarmbereitschaft war hatte der Kronprinz befohlen das Dorffest trotzdem stattfinden zu lassen. Viele waren erst Skeptisch gewesen über diese Entscheidung, doch am Ende waren dich alle einig, dass es nichts brachte Trübsaal zu blasen. Der Kristallstern war in der Menschenwelt leider unauffindbar und die Dämonen schienen einen Weg gefunden haben um sich in den Welten versteckt zu halten. In allen drei Welten hatte man Vorbereitungen für mögliche Angriffe getroffen, aber es blieb vorerst ruhig. Scilence und Faith mussten wieder zum Training antreten und Glory und Grace gingen Shoppen und ihre Eltern besuchen. Envy betrat den Stall erst nachdem Pride los geritten war und traf dort direkt wieder auf John.

„Na dich trifft man ja heute oft.“ Stellte er fest und grinste. Envy lächelte kurz und ging zu Lanzelotts Box. Der Braune stand friedlich kauend da und blickte sie aus seinen großen treuen Augen an. Si lächelte als sie ihn sah und ging in die Box um ihn zu streicheln, was das Pferd sich gerne gefallen ließ.

„Den Dicken willst du reiten?“ fragte John und tauchte mit einem Halfter hinter ihr auf, welches sie ihm abnahm um ihn auf zu halftern, dann führte sie ihn aus der Box und band ihm zum Putzen an. John holte Sattel und Trense aus der Sattelkammer und hängte sie über den Bock, dann beobachtete er Envy, wie sie sorgfältig den Dreck aus Lanzelotts Fell bürstete. Das Pferd schnaubte zufrieden und ließ sich brav den Sattel auflegen. Dann gab sie ihm eine Karotte und danach nahm er sogar freiwillig das Gebiss ins Maul.

„Dann viel Spaß beim Ausreiten junge Dame und brecht euch nichts.“ Sagte John als er ihr beim Aufsteigen half und sie aus dem Stall führte.

„Danke und keine Sorge, Lanzelott und ich sind alte Freunde.“ Sagte sie und trieb das Pferd vorsichtig an, sodass es sich in Bewegung setzte. John blickte Reiter und Pferd eine Weile nach, dann brachte er die anderen Pferde auf die Weide und begann die Boxe aus zu misten.

 

Envy nahm den kürzesten Weg über die Felder und erreichte das Haus ihrer Eltern schon eine Stunde Später, obwohl es am anderen Ende der Stadt von Montreal auslag. Sie sah ihre Eltern schon von weitem, sie saßen auf der Verander und erwarteten sie bereits.

„Hallo Envy mein Schatz.“ Ihre Mutter kam ihr entgegen und nahm ihr das Pferd ab, nachdem Envy abgestiegen war. Louis, der Stallknecht, brachte den Braunen in den Stall wo er Wasser und ein wenig Futter bekam und Envy wurde in die Küche geführt, dort saß ihre Schwester Gwyn, der man bereits ansah, dass sie unter anderen umständen war. Ihr bauch wölbte sich sanft unter ihrem langen Gewandt.

„Envy, schön dich mal wieder zu sehen. Wir wollten dich unbedingt mal wieder sehen und die die Frohe Botschaft überbringen.“ Sagte Gwyn und deutete auf ihren Bauch.

„Ich habe es bereits von Gwen Montreal erfahren.“ Sagte Envy und ließ sich auf ihrem Platz am Tisch nieder. Auch Ty und ihr Vater saßen am Tisch.

„Und wie kommt dein Training voran?“ fragte Ty und blickte auf den Gürtel mit Chakrems den Envy immer bei sich trug.

„Sehr gut, ich bekomme jetzt bei James Montreal persönlich Training.“ Sagte sie und lächelte. Ihre Mutter legte ihr die Hände auf die Schultern und ihr Vater lächelte ihr ebenfalls zu.

„Ihr bereitet euch auch gut auf den kalten krieg vor?“ fragte ihre Mutter und blickte sie ernst an. Envy nickte.

„Pride kann bereit auf ihre Kräfte zugreifen, auch wenn sie den Umgang noch ein wenig Trainieren kann, wenn ich weiter Übe bin ich die Nächste.“ Sagte sie und ihre Eltern nickten zuversichtlich.

„Pass ja gut auf die auf Envy, du sollst immerhin die Patin werden.“ Envy blickte ihre Schwester überrascht an und strahlte dann übers ganze Gesicht.

„Was wir es denn?“ fragte sie und legte die Hand auf den Bauch ihrer Schwester.

„Mama sagt es wir ein Mädchen, Ty wünscht sich einen Jungen und mir ist beides Recht, Vater ist auch für einen Jungen.“ Si lächelte und Envy nickte. Sie hoffte, dass es ein Mädchen wurde.

„Es gibt gleich Kuchen, bleibst du so lange?“ fragte ihre Mutter dann und Envy nickte. Sie hatte noch genug Zeit, für John würde sie sich nicht großartig schön machen müssen, er mochte sie auch so, da war sie sich sicher, immerhin hatte er sie ja nur Ungeschminkt gesehen.

 

Der Nachmittag verging wie im Fluge und Envy war am Ende ihres Besuches sehr gut zu frieden. Zusammen mit ihrer Schwester hatte sie Namen für Mädchen und Jungen raus gesucht und ihrer Mutter hatte sie beim Marmelade kochen geholfen. Zwei der Gläser hatte sie mitgenommen, eins für Gwen mit den freundlichsten Grüßen ihrer Mutter und eins für die Mädchen, ebenfalls mit freundlichen grüßen.

Eilig ritt sie mit Lanzelott zurück zum Hof und brachte ihn in den Stall. John hatte seinen Stall ausgemistet und ihm Futter und Wasser gebracht. Zufrieden stellte sie das Pferd in die Box und lief ins Haus um die Marmelade zu überreichen, danach verschwand sie auf ihrem Zimmer um ihre Kleidung zu wechseln. Sie entschied sich für einen Türkisfarbenen Rock und dazu ein violettes Top und eine schwarze Perlenkette. Zufrieden betrachtete sie sich in ihrem Bodenlangen Spiegel und machte sich auf den Weg nach unten. Unterwegs traf sie auf Scilence und Pride, Pride lächelte nur wissen und Envy ging davon aus, dass sie von John schon bescheid wusste. Sie winkte den beiden kurz zu und lief dann weiter zum Tor, wo John bereits wartete. Er trug eine verwaschene Jeans und ein schwarzes Eng anliegendes T-Shirt, dazu weiße Turnschuhe.

„Wo soll es denn hin gehen?“ hakte Envy nach als er ihr seinen Arm hin hielt und sie sich einhakte.

„Das ist eine Überraschung.“ Sagte er und lächelte, dann führte er sie aus der Stadt heraus zu einem abgelegenen Waldstück. Langsam wurde Envy unbehaglich. Sie ging mit einem Jungen in ein abgelegenes Waldstück, den sie nicht mal kannte und überhaupt nicht einschätzen konnte. Besorgt griff sie zu ihren Gürtel und stellte fest, Dass sie ihn im Zimmer liegen gelassen hatte. Sie wurde immer nervöser, was war, wenn er was Schreckliches vorhatte.

Unruhig warf sie ein Blick zu ihm rüber, doch er lief locker neben ihr her und schwieg.

„Wir sind da.“ Sagte er und hielt an einem Abhang. Unterhalb des Abhangs erstreckte sich ein weiter Tal mit einem großen See und einer wunderschönen saftigen Wiese und hinter den angrenzenden Bergen sah man die Untergehende Sonne, die das ganze Bild in ein zartes Orange tauchte. Envy war sprachlos von der Schönheit die sich vor ihr erstreckte und konnte gar nicht genug hinsehen.

„Schön, nicht? Kaum einer kennt diesen Ort, die Montreals und ihre Angestellten kennen ihn allerdings schon seit Generationen.“ Sagte er und lächelte. Envy hatte kaum Zeit zu zuhören, sie blickte immer noch wie verzaubert über das Tal hinweg.

„Es ist Atemberaubend.“ Brachte sie dann hervor. John lächelte und ließ sich am Rand des Abhangs nieder.

„Ich komme fast jeden Abend hier her, es ist entspannend und außer Pride trifft man hier selten jemanden.“ Sagte er und pflückte eine Blume vom Rand die er in der Hand zu drehen begann. Envy ließ sich neben ihm nieder und genoss die letzten Strahlen der untergehenden Sonne.

„Es ist wirklich bezaubernd hier.“ Sagte sie dann und blickte zu John rüber. Er grinste und steckte ihr die Blume vorsichtig ins Haar.

„Ja, das ist es wirklich.“ Sagte er und blickte stumm zu den Bergen.

 

Envy und John saßen noch eine ganze Zeit schweigend nebeneinander und betrachteten die Untergehende Sonne bis es dunkel war.

„Wir sollten zurückgehen.“ Sagte John und stand auf. Er klopfte sich den Dreck von der Hose und hielt Envy seine Hand hin. Dankend nahm sie sie an und ließ sich auf helfen. Schweigend gingen sie den Weg zurück den sie her gekommen waren, beide Versunken in ihre eigenen Gedanken. Envy dachte an den wunderschönen Anblick den sie grade hatte erleben dürfen, sie war John wirklich dankbar dafür.

Am Tor sollten sich ihre Wege dann trennen. Envy blieb kurz stehen und auch John machte keine Anstalt weiter zu gehen. Sie lächelte ihn an, „Danke John, das war das schönste was ich je gesehen habe.“ Sagte sie dann und war dankbar, dass es dunkel war und er nicht sehen konnte wie rot sie anlief.

„Kein Problem, wir können das gerne wiederholen.“ Sagte er und legte eine Hand auf Tor. Envy legte ihre Hand darüber und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Er lächelte und öffnete das Tor und drückte sie noch einmal fest an sich.

„Gute Nacht kleiner Stern.“ Flüsterte er und ließ sie dann los um zu gehen. Envy blickte ihm noch eine Weile mit pochendem Herzen nach, bevor sie den Weg ins Haus antrat um dort in tiefe und schöne Träume zu fallen.

7.5.09 22:42


Kapitel 2 - Alarmstufe Schwarz - Charity

Am nächsten Morgen bereuten Pride, die Jungs, Sci und Envy dass sie noch so lange wach gelegen hatten. Gähnend stieg Pride unter die dusche und genoss die wärme des Wassers, währen Envy vor dem Spiegel stand und an ihrer Schminke arbeitet. Sie, Sci und Pride würden heute den Eröffnungstanz vorführen, etwas wütendes, aggressives, so wie Charles Claude Larvis, der Kronprinz von Alicante, es gewünscht hatte. Sie würden kurze aufreizende Kostüme tragen und ihre Gesichter unter viel knalliger Farbe verstecken. Envys Kleidung war in grün gehalten, die von Pride in Eisblau und die von Sci in Violett. Seufzend stieg Pride aus der Dusche und trocknete Körper und Haare, dann zwang sie sich in das enge Top und in den knappen Rock, dazu die Sportschuhe mit den weiten Stolpen und fertig. Jetzt fehlte nur noch das Make Up, das Envy vorsichtig auftrug. Als Pride in den Spiegel blickte erkannte sie sich selber kaum wieder. Envy hatte ihr vorhin den Pony und einige Strähnen in Eisblau gefärbt, passend zur Kleidung und das stimmte. Seufzend wand sie sich ab und ging runter in die Küche um Frühstück zu machen.

„Wow, da hat der Kronprinz sich ja wieder was Tolles einfallen lassen.“, bemerkte Valentin über die Zeitung hinweg, als Pride die Küche betrat. Diese streckte ihm nur die Zunge raus und begann Toast fertig zu machen und dazu Rührei mit Speck zu zubereiten. Später saßen alle zusammen am großen Tisch und ließen sich das warme Frühstück schmecken. Sci und Pride fühlten sich zwar sichtlich unwohl in ihrem Aufzug, Envy aber war total in ihrem Element. Während des Essens sprach keiner, alle waren viel zu sehr mit ihren Gedanken an das bevorstehende Ereignis beschäftigt.

Nach dem Essen räumte Glory den Tisch ab und Grace begann zu Spülen, währen Envy, Sci, Valentin, Claude und Pride sich schon mal auf den Weg machten, Faith, Glory und Grace würden folgen, sobald die Prüfungen begannen.

 

Zuerst begann das Geschehen mit einer Parade, von überall strömten die Leute her, um den Prüflingen alles Gute zu wünschen und über den Markt zu schlendern, während die Prüflinge sich ihren Aufgaben stellten. Nach der Parade folge der Eröffnungstanz. Jedes Jahr waren es aggressive Lieder zu denen getanzt wurde, um den anderen zu beweisen, dass alle aggressiv gegen die Dämonen vorgingen und auch die nächste Generation so handeln würde. Seit allerdings der Kronprinz Charles Claude Larvis das sagen hatte waren so einige Dinge in Alicante anders geworden. Charles war jemand, der Frauen begehrte und mehr als nur eine Geliebte besaß. Er sagte als Wortführer könne er sich das leisten und auch seine Adelsfreunde hielten sich bei der Wahl ihrer Liebhaberinnen nicht zurück. Es war fast als wenn man zurück in das Mittelalter gekehrt war. Der Beruf der Hure war einer des Best Bezahltesten, wenn man sich nur weit genug hocharbeite. Auch Mary würde eines Tages zu den Liebhaberinnen eines Reichen Idioten gehören, da waren sich die einig und alle wussten, dass sie am Liebsten die Geliebte von Valentin Mont Revall sein wollte, doch Valentin hatte kein Interesse an ihr.

Envy stand locker hinter dem großen schwarzen Vorhang der die drei von der Menschenmenge auf dem großen Platz trennte. Belustigt schaute sie Sci und Pride dabei zu, wie sie versuchten an Scilence Haaren zu retten, was noch zu retten war. Anstatt einiger Strähnen hatte Sci versehentlich ihr ganzen Haare Lila gefärbt, was sie nun verärgerte, Pride zur Verzweiflung brachte und alle anderen amüsierte.

„Ich habe die ja gesagt, dass ich es die machen kann.“ Bemerkte Envy zufrieden und warf einen Blick auf die Menschenmenge. Sci fauchte wütend, aber keiner verstand was sie grade versucht hatte zu sagen, denn in diesem Moment hörten sie, wie der Ansager sie ankündigte und der Schwere Vorhand sich in Bewegung setzte. Die Musik begann im selben Moment und innerhalb weniger Sekunden standen die drei Mädchen auf ihren Positionen und begannen im Takt der Musik ein Gemisch auf Tanz und Kampf vorzuführen. Das jüngere Publikum, vor allem die Männlichen Wesen unter ihnen, klatschten Lauten Beifall, währen die ältere Generation peinlich berührt zur Seite blickte. Sie wussten  wer sich die Kostüme der Tänzerinnen ausgedacht hatten, auch ohne dass er vorher genannt wurde.

Das Lied dauerte fünf Minuten und es waren die längsten fünf Minuten die Sci und Pride je erlebt hatten, währen Envy mit Begeisterung dabei war. Pride bewunderte Envys offene Art und ihr Selbstvertrauen, aber andererseits war Envy ihr manchmal ein wenig zu extrem.

 

„Das war Klasse Mädels.“ Lobte der Kronprinz sie persönlich und zwinkerte Envy kurz zu, die dummerweise auch noch auf diese direkte anmache einging indem sie einen Knicks vor ihm machte. Pride und Sci verdrehten die Augen und zogen schnell ihre normale Kleidung an bevor sie sich unter die Leute mischen würden. Noch eine Stunde, dann würden sie sich wieder auf dem großen Platz zusammenfinden und die Prüfungen würden beginnen. Das Tor zur Menschenwelt würde geöffnet werden, dort würden die Prüflinge in eine Unbewohnte Gegend geschickt werden in dem viele Hindernisse auf sie warteten, von Unechten Dämonen bis hin zu Hinterhalten und Fallen. Die Mädchen konnten sich nur zu gut an ihre eigene Prüfung erinnern und sie wussten nur zu gut, dass Faith sie nur knapp geschafft hatte, weil sie die Aufgaben jedes Jahr schwerer machten.

„Hoffentlich kommt überhaupt jemand durch.“ Sagte Grace die sich immer wieder nur ungern an ihre Prüfung erinnerte.

„Ich habe gehört dieses Jahr sollen fast nur adelige und super Intelligente unter den Prüflingen sein, den sollte das nicht all zu schwer fallen.“ Sagte Envy und bestellte sich am Zelt ein kaltes Bier.

„Envy, wir sind im Dienst.“ Begann Sci, doch Envy winkte nur ab und Sci wusste, dass sie ihr sowieso nicht zuhören würde. Pride blickte nur kurz zu Envy rüber, sparte sich ihren Kommentar allerdings und wand sich wieder Claude und Valentin zu mit denen sie heute ein Prüferteam bilden würde. Die beiden hatten einen Hinterhalt geplant und feilten grade an den letzten Feinheiten, als es plötzlich laut Läutete und die Menschenmassen zurück auf den großen Platz strömten. Die Mädchen drängten sich zusammen mit Valentin und Claude nach vorne auf das Podium und betrachteten die Prüflinge. Viele von ihnen kannten sie aus ein paar Vertretungsstunden die sie gegeben hatten, andere kannten sie, weil sie aus Adelsfamilien stammten.

Dann ging alles ganz schnell, das Tor wurde frei gegeben und die Prüferteams verschwanden innerhalb von Sekunden um ihre Plätze einzunehmen, dann wurden 15 Minuten später die Prüflinge los geschickt. Pride, Valentin und Claude teilten sich auf und legten sich auf die lauer, dann warteten sie. Das erste Team hatte ihren Hinterhalt erkannt, als sie das kleine Mädchen schon von weitem sahen. Es war ein bewusstloses Menschenkind das hier seine Dienste tat, sie würde erst wieder aufwachen, wenn alles vorbei war. Danach geschah nicht mehr.

 

++++++++++++

 

Kurz nachdem die Prüflinge und Prüfer verschwunden waren und die Menschenmassen sich auf dem Markt verteilt hatten geschah etwas, mit dem keiner in Alicante gerechnet hatte. Eine Wache hatte den Wächter des Kristallsterns Tod aufgefunden und der Kristallstern war fort, keiner konnte verstehen, wie so etwas geschehen konnte. Voller Verzweiflung eilten der oberste Admiral und seine engsten Vertrauten durch den großen Tor um dort den Kronprinzen zu empfangen.

„Sire, es tut uns leid, wir haben jeden Fleck abgesucht, der Kristallstern ist nirgends aufzuspüren.“ Eröffnete er die unerfreuliche Nachricht. Der Kronprinz blicke das erste mal in seinem Leben ernst auf seinen Admiral nieder. Der schlimmste Notfall war eingetreten, der Kristallstern, das Zeichen der Macht, war gestohlen worden und keiner wusste wo es war.

„Wir müssen die Prüfungen abbrechen, wir brauchen alle Leute die wir auftreiben können, ruft die Kinder des Kristallsterns zum Hof und seht zu, dass die Obersten der beiden anderen Welten Informiert werden, ich bin sicher das…“

„Regulus Caligo! Sire, Regulus Caligo und seine Dämonenarmee, sie brechen durch das Tor in die Welten ein!“ Der Bote überschlug sich beinahe als er vor dem Kronprinzen zum stehen kam. In diesem Moment wurde seine Befürchtung bestätigt. Mit den schnellsten Pferden eilten sie zurück zum großen Platz, auf dem bereits ein unerbittlicher Kampf ausgebrochen war, als Regulus den Kronprinzen erblickte rief er seine Armee allerdings zurück, Charles tat es ihm gleich.

„Wie kommt es zu diesem Unangekündigten Angriff, Regulus?“ fragte der Kronprinz ruhig und achtete auf alles was Regulus mit seinen zahlreichen Händen tat.

„Das weißt du genau Larvis, Obscuritas, einer der mächtigsten Dämonenfürsten ist im besitz eures Kristallsterns, eure Machtzeiten sind vorbei Larvis.“ Hallte die dunkle Stimme über den Platz und ein angsterfülltes Murmeln erfüllte ihn. Alle blicke waren auf den Kronprinzen gerichtet der immer noch eisern dastand.

 „Der Dämonenfürst Obscuritas.“ Sagte er dann monoton und blickte Regulus ungläubig an. Wenn man den Gerüchten glaubte, war Obscuritas ein Gestaltenwandler, was allerdings auch erklären würde wie er an den Wachen vorbeigekommen war. Seine Techniken sollen verheerend sein, aber da ihn nie jemand zu Gesicht bekommen hatte glaubte keiner an ihn. Konnte es also wirklich wahr sein, dass er existierte?

„Genau in diesem Moment wird er die Barriere eures Prüfungsgebiets zerbrechen und in der Menschenwelt Unterschlupf suchen, bis es soweit ist, dass der kalte Krieg beginnen kann.“ Donnerte Regulus los und die Dämonen brachen in wildes Geschrei aus. Die Schattenjäger standen regungslos vor dem Tor, während immer mehr Dämonen vorrückten und sich auf die Welten aufteilten.

„Das ist unser Ende.“ Bemerkte der Kronprinz monoton und blickte zu seiner Armee herüber. Sanitäter waren aufgetaucht und suchten den Platz nach weiteren Überlebenden ab, allerdings waren die meisten Tod.

„Sind die Prüfer und Prüflinge informiert?“

„Wir haben Charity geschickt.“ Informierte ihn der Admiral und blickte bestürzt auf den großen Platz.

„Wie soll es jetzt bloß weitergehen?“ fragte Larvis verzweifelt und ließ sich auf die Knie sinken.

„Wir bereiten uns vor und werden Kämpfen.“ Ertönte eine Stimme hinter ihm, Marcus, William und die anderen waren aufgetaucht und blickten ihn eindringlich an, „Wir haben zwar nie groß was genützt, aber wir können nicht kampflos aufgeben. Bis die Dämonen ihre Kräfte zurück erlang haben, die sich bei der Reise durch die Welten verbraucht haben wird es mindestens 2 Jahre dauern, die nutzen wir um alles vor zu bereiten, kampflos geben wir und nicht geschlagen.“ Sagte Marcus und half Charles wieder auf die Füße. Dieser nickte tapfer und klopfte seinem Freund auf die Schulter.

„Du hast Recht, ab nächste Woche beginnt das Training. Die Admirale werden dieses übernehmen.“ Sagte er zuversichtlich und wand sich an seinen Schreiber, der ein Flugblatt herausgeben sollte.

 

Währenddessen bahnte Charity sich einen Weg durch das dichte Gestrüpp, die Barriere war bereits durchbrochen, das hatte sie gespürt als die Dämonenkraft plötzlich so groß wurde, das musste Obscuritas gewesen sein. Sie hatte bereit viele der Gruppen gefunden, die meisten waren an den Treffpunkten zusammen gekommen die ausgemacht waren, falls es Komplikationen gab und viele wussten bereits was geschehen war. Es war nur noch eine Frage der Zeit gewesen bis den Dämonen ihr zweiter Sieg gegen die Schattenjäger gelang, sonst wären die Kinder des Kristallsterns nie geboren worden.

Sie seufzte als sie die verstärkte Dämonenaura vor sich spürte, sicher würde sie gleich in einen Kampf hinein geraten, dabei hatte sie das Kämpfen nie gelernt. Sie war nur zur Botin ausgebildet worden, und zwar zur schnellsten Botin in ganz Alicante. Schon in der Schule war sie wegen ihrer Schnelligkeit aufgefallen und da sie sich zum Kämpfen nie geeignet hatte, hatte man sie zur Botin ausgebildet. Viele Wichtige Aufträge hatte sie schon im Auftrag von Königen und Admirälen ausgeführt, aber dieser war wohl ihr wichtigster und auch ihr gefährlichster. Überall lauerten Dämonen und außer ihrer Aura aufzuspüren konnte sie nichts. Sie war schon an einigen Schlachtplätzen vorbei gekommen auf denen vereinzelte Schattenjäger gegen die zum Glück geschwächten Dämonen antraten. Sie hatte auch verletzte gesehen die scheinbar überrascht worden waren, die Verletzungen sahen schlimm aus, aber nicht Lebensgefährlich. Sie hoffte, dass sie hier niemanden verloren und tief im innersten hoffte sie, dass sie bald auf eines der Kristallstern Kinder zu treffen und kämpfen zu sehen. Es war der Kindheitstraum jedes Jungen und jedes Mädchens.

Je näher sie der Dämonenaura kam, desto stärker spurte sie, das auch andere Schattenjäger dort waren, mitten im Kampf. Ihr graute es vor dem Bild, doch auch ihnen würde sie die Nachricht überbringen müssen, ob sie wollte oder nicht. Das war der Nachteil ihres Jobs. Er war Lebensgefährlich und wurde nicht einmal gut bezahlt.

Seufzend verlangsamte sie ihr Tempo und war einen Blick auf die Lichtung vor sich, dort sah sie ein Mädchen und zwei Jungen gegen mehrere Dämonen kämpfen, das Mädchen hatte Eisblaue Strähnen in den Haaren und Charity brauchte nicht lange um zu erkennen, dass es Pride war, eine Tochter des Kristallsterns.

 

+++++++++++++++++

 

Nachdem eine weile nichts passiert war spürte Pride plötzlich eine starke dämonische Aura. Sofort gab sie den anderen ein Zeichen und wenige Sekunden später zerbarst die Barriere über ihren Köpfen und rieselte als feiner Staub auf sie nieder. Irritiert blickte Pride zu den anderen, dann wachte das kleine Menschenkind auf der Lichtung auf. Sie wirkte verschlafen und unsicher, immerhin hatte man sie aus dem Bett geholt und direkt hierher gebracht.

Vorsichtig sprang Pride vom Baum und trat aus dem Gebüsch auf die Lichtung, im selben Moment sprang ein Panter aus dem Gebüsch und packte das Mädchen an der Kehle. Ein letzte Schrei des Entsetzens drang aus der kleinen Kehle, erstickt von dem vielen Blut das in ihren Hals sprudelte, wenige Sekunden später war sie Tod. Erschrocken blickte Pride das schwarze Ungetüm an und stellte fest, dass es ein Dämon war. Die Aura die von ihm ausging war schwach, was wahrscheinlich daran lag, dass er durch das Tor gekommen war.

„Pride, pass auf!“ Valentin sprang aus dem Gebüsch neben ihr und riss sie von den Beinen, wenige Sekunden später stand ein zweiter Dämon genau da, wo sie vorher noch gestanden hatte. Seine Haut war schleimig und die Hitze die von ihm aus ging spürte Pride auch zwei Meter neben ihm noch deutlich. Claude tauchte neben den beiden auf und sie richtete sich wieder auf.

„Was passiert hier?“ fragte sie und blickte zu den vielen Dämonen die sich zu den anderen beiden gesellten.

„Ich habe keine Ahnung, aber das kann nichts Gutes bedeuten.“ Antwortete Claude ihr und zog sein Schwert, Valentin tat es ihm gleich. Vorsichtig zog Pride ein paar Chakrems aus ihrer Tasche und schleuderte sie hinter sich ins Gebüsch aus dem plötzlich drei weitere Dämonen sprangen.

„Verdammt.“ Fluchte Valentin und griff den ihm am nächsten stehenden an. Claude stürzte sich auf den dahinter und Pride kümmerte sich um die drei hinter ihnen. Mit ihrem langen Katana war es für sie leicht gegen die geschwächten Dämonen an zu kommen und es dauerte nicht lange bis sie tot waren, doch es wurden immer mehr anstatt weniger wie es ihr schien. Immer wenn einer besiegt war tauchte ein weiterer aus dem Gebüsch auf.

„Claude pass auf“

„Valentin, nein!“

Pride fuhr herum und sah grade noch wie der Dämon seinen Giftzahn in Valentin Schulter versenkte. Dieser brach unter dem Gewicht des Monsters zusammen. Claude stürzte auf den Dämon und zerteilte ihn, dann sank er neben Valentin ins Gras, der wie leblos da lag. Prides Augen weiteten sich, als sie Valentin so da liegen sah. Aus seiner Schulter sprudelte unaufhörlich Blut, das seine Kleidung und Claudes Hände in einem Tiefen rot verfärbte. Claude hatte den Zahn bereits heraus gezogen und versorge Valentin so gut er konnte. Pride blieb nichts anderes übrig, als sich um alle Dämonen alleine zu kümmern.

Sie holte tief Luft und ließ ihren Blick über die Wiese schweifen. Es standen noch vierzig Gegner aufrecht und drei waren bereits Verletzt.

„Im Namen des Kristallsterns von Alicante.“ Flüsterte sie dir Worte die sie im Traum schon so oft gehört hatte und schloss die Augen. Sie hörte die Worte in ihrem Kopf immer lauter werden und ein fast angenehmes Kribbeln in ihrer Bauchgegend, welches sie nicht zuordnen konnte. Noch einmal holte sie tief Luft und öffnete dann ihre Augen.

„Im Namen des Kristallsterns von Alicante stehe ich hier um für meine Freunde zu sterben!“ rief sie und eine Weller neuer Kraft brach über sie ein. Sie spürte das beben der Erde unter ihren Füßen und spürte die Kraft die durch ihren Körper pulsierte und jede Ecke zum Leben erweckte. Sie blickte rüber zu Claude der immer noch neben Valentin kniete und sie ungläubig anstarrte, dann hob sie ihr Katana und stürzte sich auf die Schar von Dämonen. Einen nach dem anderen zerteilte sie oder stach sie nieder, solange bis keiner von ihnen mehr stand, dann steckte sie ihr Katana zurück und Schritt elegant zwischen den Leichen hindurch auf Valentin und Claude zu. Valentin war immer noch bewusstlos und sein Atmen ging flach. Sie kniete sich neben ihm nieder und legte ihre Hand auf seine Stirn.

„Valentin…“ flüsterte sie und blickte auf zu Claude der traurig zur Seite blickte.

„Valentin.“ Flüsterte sie erneut und strich ihm sanft über die Wange, „Valentin, hörst du mich?“ fragte sie leide und spürte die Tränen die sich in ihren Augenwinkeln sammelten. Sie wollte Valentin nicht verlieren, er war ihr längster und engster Freund, wenn er hier sterben würde, dann würde sie sich dass nie verzeihen. Aus ihrer Tasche zog sie ein kleines Fläschchen mit einem Serum, das ihm hoffentlich helfen würde. Vorsichtig bettete sie seinen Kopf auf ihren Knien und flößte ihm ein paar Tropfen ein, dann saßen sie und Claude einfach nur da und warteten.

 

Diese Chance nutzte Charity. Sie wusste, dass es taktlos war einfach so dazwischen zu platzen, wenn ein Kamerad am sterben war, aber sie musste ihnen dringend die Nachricht überbringen und dann musste sie weiter. Die Ereignisse von Grade würde sie aber nie vergessen, sie hatte gesehen wie eine Tochter des Kristallsterns auf ihr Macht zurück griff um ihre Freunde zu retten, ein Bild dass sich nicht jedem bot. Schnell verließ sie ihr versteck und stürmte auf die Wiese. Claude erblickte sie und trat ihr in den Weg.

„Was willst du?“ fragte er finster und blickte sie wütend an.

„Ich soll euch diese Nachricht überbringen: Der Kristallstern von Alicante ist in der Gewalt der Dämonen, in zwei Jahren wird der kalte Krieg beginnen, alle verfügbaren Kräfte und die Kinder des Kristallsterns von Alicante werden gebeten zum Hof zu kommen, Verletzte sollen zurück gelassen werden, die Sanitäter werden sich später um sie kümmern.“ Beendete sie die Nachricht des Admirals. Claude starrte sie nun noch finsterer an als zuvor und Charity war sich sicher, dass sie den Teil mit den Verletzten lieber hätte weg lassen sollen. Sie blickte Claude vorsichtig an und duckte sich dann um den Rückzug an zu treten.

„Sag dem Admiral wir kommen erst wenn Valentin versorgt ist.“ Sagte er dann und wand sich ab und zurück zu Pride und Valentin zu gehen. Pride hatte mittlerweile wieder ihre Augen geschlossen und suchte nach etwas, was Valentin helfen konnte. Sie suchte tief in ihrem inneren, sodass sie die Dämonen Aura zu spät bemerkte und Claude zu spät reagieren konnte. Charity wurde von den Füßen gerissen und spürte nur noch die scharfen Krallen, die in ihren Brustkorb drangen. Als sie Aufkam körte sie das brechen ihrer Knochen und spürte den Schmerz in ihrer linken Brusthälfte nur noch kurz, bevor ihr Atem versiegte. Eine gebrochene Rippe hatte sich in ihr Herz gebohrt und einen schnellen Tod veranlasst. Claude war aufgesprungen und hatte dem Tier sein Schwert durch den Rücken gejagt. Ein kurzes Aufheulen erfüllte die Gegend, dann brach der Dämon zusammen und begrub Charity Leichnam unter sich.

Pride blickte auf den schlangen Arm der unter dem Ungeheuer drunter her schaute und schüttelte den Kopf. Sie konnte keine Trauer empfinden, sie wusste, dass jetzt die falsche zeit dazu waren. Alarmstufe schwarz war ausgerufen worden und der Kristallstern von Alicante war im Besitz der Dämonen, außerdem war ihr bester Freund im begriff in ihren Armen zu sterben, wenn ihr nichts einfiel. Wieder suchte sie tief im inneren nach einer Antwort und diesmal bekam sie sie auch.

„Benutze deine Kraft Pride, dazu hast du sie.“ Pride nickte, dann konzentrierte sie sich wieder auf die Worte von Eben. Sie legte ihre Hände auf Valentins Brustkorb und spürte wie die Kraft durch ihre Hände in seinen Körper dran und hindurch strömte. Aus seiner wunde lief nun ein grüner klebriger Saft anstatt des roten Blutes und Claude ging davon aus, dass es das Dämonengift war. Nachdem wieder rotes Blut aus der Wunde sprudelte versorgten sie es mit Verbänden und Kräutern und warteten bis er aufwachte.

Als Valentin die Augen öffnete war das erste was er sah Pride lange Haar. Vorsichtig griff er danach.

„Aua.“ Pride drehte sich erschrocken um und blickte in Valentins grinsendes Gesicht. Claude hob seine Augenbraue, begann dann aber ebenfalls zu grinsen.

„Man tut meine Schulter weh.“ Stellte Valentin fest nachdem er sich mühsam aufgerichtet hatte und jetzt gegen Claude gelehnt da saß.

„War auch ein ganz schön dickes Vieh was sich da erwischt hat:“ stellte Claude nüchtern fest und grinste.

„Danke Pride, du hast mir das Leben gerettet.“ Sagte Valentin und drückte sanft ihr Hand.

„Nicht der rede wert, wir sind doch immer für einander da.“ Sagte sie und grinste. Valentin und Claude grinsten ebenfalls, dann viel Pride den beiden um den Hals.

„Versprecht mir, dass ihr so was nicht noch mal macht.“ Hauchte sie und gab den beiden einen Kuss auf die Wange. Die beiden lächelten nur, nickten dann aber.

 

„Pride, Valentin, Claude, Gott sei dank ihr lebt.“ Scilence stürmte aus dem Gebüsch auf sie zu und viel Pride um den Hals. Pride lächelte und drückte sie sanft von sich.

„Was hast du denn gedacht?“ fragte sie und lächelte.

„Ich weiß es nicht, aber Pride, war das vorhin die Kraft des Kristallsterns die ich gespürt habe?“ fragte Sci sie ernst. Pride nickte, zunächst hatte sie nicht zuordnen können woher die Kraft kam, doch jetzt war sie sich ganz sicher. Sci strahlte übers ganze Gesicht.

„Wenn die anderen weiter Trainieren haben wir bald eine Chance gegen die Dämonen, leider haben wir nur 2 Jahre Zeit.“ Sagte sie und blickte traurig zur Seite. Sie alle wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit sein würde, grade für Faith und Grace.

„Ihr schafft das, das weiß ich.“ Sagte Claude und legte Sci seine Hand auf die Schulter. Sie lächelte ihm kurz zu, dann stand sie auf.

„Jetzt müssen wir aber schnell zu den anderen, sie haben sich alle Sorgen gemacht. Wo ist Charity eigentlich?“ fragte sie und blickte umher, „Eigentlich hätte Charity schon lange zurück sein müssen.“

„Sie ist tot.“ Sagte Pride bedauernd und deutete auf den Arm unter dem Leichnam des Dämons. Sci blickte lange auf den Leichnam, bis sie den Kopf weg drehte und verlangte sofort zu gehen. Pride und Claude halfen Valentin auf und stützten ihn den Weg zurück zum Tor. Vor dem Tor standen die anderen versammelt und atmeten erleichtert auf, als sie Sci und Pride erblickten. Envy kam ihnen sofort entgegen und betrachtete erschrocken Valentins Wunde, dann ließ sie sich von Claude die Geschehnisse erzählen, währen Pride und Sci Valentin zum Sanitäter brachten. Im Zelt wurden sie raus geschickt während Valentin behandelt wurde und viele nutzten diese Chance um Pride auf den seltsamen Kraftfluss anzusprechen. Envy blickte sie zunächst ungläubig an, dann lächelte sie.

„Dann muss ich wohl mehr trainieren.“ Sagte sie und ging davon um für alle was zu trinken zu besorgen.

Claude hatte es sich auf einem Stuhl bequem gemacht als Pride zurück zum Feldzelt kam und sie machte es sich auf seinem Schoß bequem währen sie auf Valentin warteten. Sci und Envy stießen bald zu ihnen und Sci beobachtete Pride und Claude mir einem kleinen stich von Neid. Sie mochte Claude, schon lange, sie hatte es aber nie jemanden anvertraut, nicht einmal Pride oder Envy. Pride erwischte Sci als sie ihnen wieder einen verräterischen Blick zu warf und lächelte als Sci ertappt zur Seite blickte.

„Ich könnt jetzt zu ihm“ eröffnete die Sanitäterin ihn dann endlich nach einer Stunde Wartezeit und Pride war die erste, die aufgesprungen war. „Einzeln, bitte.“ Enttäuscht blickte Pride die Frau an, sah jedoch ein, dass zu viel Unruhe sicher zu viel für ihn war.

„Geh du zu erst.“ Sagte Claude und ließ sich wieder auf den Stuhl nieder, auf den Sci sich grade setzen wollte. Beinahe hätte er sich auf ihren Schoß gesetzt und Pride konnte sich ein lachen nur schwer unterdrücken. Claude war peinlich berührt zur Seite gesprungen und Sci war rot angelaufen. Envy konnte sich vor lachen kaum halten und selbst die Sanitäterin schmunzelte über die beiden. Pride nickte Claude dankbar zu und verschwand dann im Zelt. Drinnen war es ziemlich düster, aber kühl und überall roch es nach Desinfektionsmittel.

„Valentin?“ fragte sie leide als sie sich ans Bett gesetzt hatte. Er blickte sie verschlafen an und lächelte.

„Endlich netter Besuch.“ Sagte er und gähnte ausgiebig. Pride lächelte und strich ihm eine wirre Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Hast du noch schmerzen?“ fragte sie und blickte zu seiner Schulter. Er schüttelte den Kopf und hob vorsichtig seinen Arm.

„Alles wieder in Ordnung.“ Versicherte er und lächelte als Pride seine Hand nahm und sanft drückte.

„Du hast mit einen ganz schönen schrecken eingejagt.“ Gab sie zu und blickte ihn ernst an. Er strich mit seinem Daumen über ihr Hand und lächelte.

„Mich kriegt so schnell nichts kaputt.“ Beteuerte er und versuchte sich auf zu setzen. Die Krankenschwester kam und drückte ihn behutsam zurück ins Kissen.

„Du wirst noch eine halbe Stunde warten müssen, dann lassen die Medikamente nach.“ Sagte sie und lächelte Pride freundlich zu.

„Da hat ihr Freund noch mal glück gehabt.“ Sagte sie und eilte weiter zum nächsten Patienten. Pride war still geworden und musterte Valentin lange.

„Nun ja, ich geh dann mal wieder, Claude will auch noch unbedingt zu dir.“ Sagte sie und stand auf, doch Valentin hielt ihre Hand fest.

„Warte Pride, schön dich mal wieder für längere Zeit alleine gesehen zu haben.“, Sagte er und sie merkte dass er zögerte. Sie blickte ihn erwartungsvoll an, doch er blieb still.

„Bis später.“ Flüsterte sie dann und warf ihm einen Handkuss zu, dann verschwand sie nach draußen um Claude rein zu lassen. Die anderen blickte sie erwartungsvoll an, doch sie hatte es eilig in den Wald zu kommen. Irritiert schauten die anderen ihr nach.

„Scheinbar hat er es ihr immer noch nicht gesagt:“ stellte Envy fest.

„Sie steht aber auch nicht zu ihren Gefühlen.“ Bemerkte Glory.

„Die beiden wollen es beide, sind aber beide zu Stolz um es sich ein zu gestehen.“ Sagte Faith und die anderen nickten zustimmend.

 

Eine Stunde später kam Pride endlich zurück. Valentin saß draußen auf de Stuhl, auf dem Claude zuvor gesessen hatte. Sein Gesicht hatte wieder Farbe bekommen und die anderen schienen trotz der schrecklichen Nachricht wieder besser gelaunt zu sein.

„Okay, wir können zurück:“ eröffnete Sci ihnen als Pride es sich vor Valentin gemütlich gemacht hatte und sich an seine Beine gelehnt hatte. Claude hatte seinen Kopf auf ihren Oberschenkel gelegt und blickte Sci von unten an. Sci warf ihm einen kurzen Blick zu, dann konzentrierte sie sich wieder voll auf das was sie sagen wollte.

„Das Tor schließt in einer Stunde wieder und für heute Abend lässt der Kronprinz uns alle zum Hof rufen.“ Sagte sie und half Envy auf die Beine die ihr ihre Hand hinhielt. Auch Claude richtete sich auf und half Pride auf die Beine. Valentin zog sich an Pride hoch und ließ sich von ihr und Claude stützen, da er immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen war.

Gemeinsam passierten sie das Tor und teilten sich am großen Platz auf. Envy, Glory, Faith, Grace und Scilence gingen zurück zum Wohnheim, währen Pride, Claude und Valentin sich auf machten Prides Elternhaus, wo sie von ihrem Vater James und ihrer Mutter Gwen bereits erwartet wurden.

„Gott sei dank ist euch nichts passiert Kinder.“ Rief Gwen ihnen entgegen und schloss sie in die Arme.

„Valentin, was ist mit deinem Arm passiert?“ fragte James und blickte auf den Verband.

„Halb so schlimm Master Montreal.“ Versicherte Valentin doch Gwen warf ihm sofort einen besorgten Blick zu und verlangte es sich noch einmal ansehen zu dürfen, nur zur Sicherheit. Pride verdrehte die Augen, sagte jedoch nichts und ließ sich von ihren Eltern ins Esszimmer führen. Der Tisch war für sie alle gedeckt und plötzlich merkte Pride was für einen Hunger sie hatte. Gierig stürzte sie sich mit den anderen auf das Essen und schlug wie die anderen zufrieden fest stellten endlich mal wieder richtig zu. Nach dem essen ging sie dann duschen und zog sich frische Kleider an. Da ihre Familie von hohem stand war verlangte ihre Mutter, dass sie zu Hause ein Kleid trug, weswegen sie sich für ein Dunkelblaues entschied, was gut zu ihren Haaren passte. Als sie nach unten kam saßen die anderen Mädchen bereits im Wintergarten, zusammen mit Claude, James, Valentin und Gwen. Auch die anderen Mädchen trugen Kleider, die sich wahrscheinlich von Gwen genäht bekommen hatten wie Pride vermutete. Valentin und Claude trugen Sachen, die für ihren Vater üblich waren und sie kam sich fast vor wie am Königlichen Hof. Vorsichtig stiegt sie über Atoc, ihren Schäferhund, hinweg und setzte sich zu Valentin, der alleine auf dem Sofa saß. Sci saß neben Claude auf dem Sessel und die anderen hatten es sich auf den anderen Sofas oder Sesseln bequem gemacht.

„Es ist schrecklich, was passier ist und in dieser Zeit müssen wir alle zusammen halten. Das wichtigste ist, dass wir nicht in Panik verfallen und jetzt alles tun, was wir tun können. Der König wollte uns eigentlich heute Abend zum Hof einladen, allerdings muss er mit den Admirälen einiges besprechen für den zukünftigen Trainingsplan. Ihr werdet nun alle unter meiner Aufsicht trainiert und Gwen wird sich um euer Leibliches wohl kümmern. Ihr bekommt das Gasthaus unseres Hofes zur Verfügung gestellt und Pride, Valentin und Claude können natürlich ihre Zimmer im Haus beziehen.“ Begann er und blickte in die runde. Die anderen schienen erfreut und auch Pride freute sich wieder eine weile zu Hause zu wohnen, auch wenn das bedeutete unter der ständigen Aufsicht ihrer Eltern zu sein, die besonders alles beobachteten, was zwischen ihr und den Jungs passierte, da ihr Vater fest der Meinung war, das einer der beiden später einmal sein Schwiegersohn werden würde.

 

Es war bereits sieben Uhr und gemeinsam wechselte die kleine Gruppe in das große Esszimmer, wo bereits das Essen aufgetischt war. Schweigend begannen alle ihre Teller zu füllen und zu leeren. Sarina, eine der Dienerinnen, räumte den Tisch später ab und tischte einen der Teuren Weine auf, den James sammelte. Für Grace, Faith und Glory gab es O-Saft und Wasser, der Rest bekam ein Glas Wein eingeschenkt. Die Stimmung am Tisch wurde von Glas zu glas heiterer und bevor es zu locker wurde begleitete Gwen die drei jüngeren auf ihre Zimmer. Als sie zurück kam hatte James bereits eine alte Platte aufgelegt und Claude und Scilence tanzten langsam zur Melodie. Lächelnd hielt James seiner Frau den Arm hin und führte sie auf die Tanzfläche um sich Scilence und Claude an zu schließen. Envy, Pride und Valentin beobachteten die beiden tanzenden Pärchen und Pride lächelte zufrieden als sie sah, wie glücklich Sci aussah.

„Jetzt erzähl Pride, wie war es, als du die Kraft endlich gefunden hast.“ Drängelte Envy und blickte sie erwartungsvoll an.

„Es war unglaublich und ein völlig befremdendes Gefühl. Einfach großartig.“ Sagte sie und versuchte die passenden Worte zu finden um es besser zu beschreiben. Doch Envy schien genug gehört zu haben, denn  das Lied wechselte und sie wollte unbedingt tanzen. Auffordernd blickte sie Valentin an, dieser warf Pride einen unsicheren Blick zu, diese nickte nur und er folgte Envy auf die Tanzfläche. Claude kam mit Sci auf sie zu und hielt ihr die Hand hin.

„Darf ich bitten Fräulein Montreal?“ fragte er Gentlemanlike und schenkte ihr ein charmantes lächeln. Pride schmunzelte und nahm seine Hand.

„Aber gerne doch Monsieur Darvid.“ Sagte sie und ließ sich von ihm auf die Fläche führen. Es war ein flotter Swing und die Pärchen fegten über die Tanzfläche. Scilence verfolgte Claude und Pride die ganze zeit mit ihrem Blick und stellte fest, dass die beiden wirklich nur gute Freunde waren, die viel Spaß zusammen hatten. Sie grinste als Claude sie mit viel zu viel Schwung drehte und es so aussah, als wenn sie ihr Gleichgewicht verlieren würde. Auch James und Gwen hatten viel Spaß am tanzen und legten ein flottes Solo hin währen die anderen begeistert klatschten. Auch die Diener und Dienerinnen hatten sich dem bunten Abend angeschlossen, von der Notsituation die herrschte war an diesem Abend im Haus der Montreals nicht viel zu merken. Die Stimmung war ausgelassen und alle hatten ihren Spaß. Scilence wurde mehrere male von Claude zum tanzen aufgefordert und nachdem Envy einen der gut aussehenden Stalljungen verführt hatte, konnte Pride endlich mit Valentin tanzen. Sie musste zwar ein wenig Rücksicht nehmen wegen seiner Schulter, doch sie tanzten vorwiegend Walzer zusammen, was auch Pride nach Claudes schwungvollen Swing lieber war. Zufrieden wiegte sie mit Valentin durch den Saal und genoss die beruhigende Musik.

Spät am Abend verklang dann das letzte Lied und alle begaben sich müde auf ihre Zimmer. Envy ging mit Sci zusammen in das Gästehaus und Pride, Claude und Valentin machten sich auf in Prides großes Schlafzimmer wo Gwen bereits zwei weitere Betten hatte aufstellen lassen, als sie noch klein waren, weil die beiden Jungen fast jedes Wochenende bei ihnen geschlafen hatten. Seufzend ließ Pride ihr Kleid von den Schultern gleiten und zog ihr Seidennachthemd über, ungerührt von den Blicken die Valentin und Claude ihr zu warfen.

„Ich habt doch wohl schon mehr als ein Mädchen halb nackt gesehen.“ Neckte sie und verschwand in ihrem kleinen Bad um sich ein wenig frisch zu machen, dann kehre sie in ihr Zimmer zurück und kroch in ihr großes Himmelbett. Valentin und Claude lagen bereit in den Betten und hatten die Augen geschlossen als Pride das Licht löschte und ihnen eine gute Nacht wünschte. Gwen und James warfen noch einen kurzen Blick in das Zimmer ihrer Tochter und wünschten den dreien eine gute Nacht, dann war es still im Haus.

7.5.09 22:40


Kapitel 1 - Die Kinder des Kristallstern - Pride

Es war spät in der Nacht als Scilence endlich die Kerze vor sich löschte und sich zu ihrem Bett begab. Wieder einmal hatte sie bis Spät in die Nacht die verschiedenen Protokolle kontrolliert und neue Missionen raus gesucht. Die Arbeit als Captain war wirklich kein Vergnügen, grade nicht mit ihrer Gruppe. Alle in dieser Gruppe waren in irgendeiner Weise besonders und alle besaßen sie diese Besondere Kraft, weil sie alle an bestimmten Tagen des Kristallsterns geboren waren. Nicht viele Kinder zierten ein Datum des Kristallsterns, höchstens alle 100 Jahre mal, aber meistens war das ein Zeichen für eine Katastrophe, weswegen die Kinder des Kristallsterns zwar bei den Leuten bewundert, aber gleichzeitig auch verpönt waren. Scilence wusste das keiner der fünf Mädchen ein einfaches Leben führte, aber auch für sie als ihre Captain war es nicht leicht mit den Lästerrein der anderen Menschen im Dorf fertig zu werden. Auch die Missionen die ihnen aufgetragen wurden waren unzumutbar, es waren immer Missionen der Klasse S3 und damit eigentlich für die Elite. Auch wenn die Mädchen über besondere Talente und Kräfte verfügten waren sie auch alle nur normale Mädchen.

Envy und Pride waren diese Hetze zwar schon seit ihrer Kindheit gewohnt, da sie aus Elitefamilien kamen, aber Faith, Grace und Glory kamen aus normalen Familien vom Land. Sie kannten zwar die Hetze bei der Ernte, aber sie hatten lange gebraucht bis sie sich an die zustände auf dem Kampffeld gewöhnt hatten. Nacht hatte Scilence oft an ihren Lagern bleiben müssen weil sie geweint hatten wegen der Leute die sie hatten umbringen müssen oder wegen der Dämonen die sie hatten sehen müssen. Sie wusste das Envy und Pride manchmal nicht anders empfanden, sie selbst hätte auch gelegentlich geweint, aber ihre Abstammung und ihr Rang erlaubten ihnen nicht schwäche zu zeigen, weswegen sie damit fertig werden mussten. Oft hatte sie schon Mitleid mit den beiden gehabt wenn sie nach dem Urlaub wieder in das Wohnheim zurück kehrten und kein stück erholt aussahen weil ihre Eltern sie in den Ferien zu weiteren Trainingseinheiten gezwungen hatten. Die beiden hatten schon in der Schule immer außerordentlich gute Leistungen bringen müssen um von ihren Eltern Respekt zu bekommen. Ganz so schlimm war es bei ihr zum glück nie gewesen. Ihre Eltern hatten zwar ebenfalls erwartet, dass die gute Leistungen brachte und gelegentlich Trainierte, aber sie waren auch so oft genug Stolz auf sie gewesen, Pride und Envy mussten darum kämpfen.

Seufzen streifte sie die Schärpe mit dem Captain Abzeichen ab und hing sie zu der Schärpe mit dem Vize Captain Abzeichen, die sie immer noch nicht vergeben hatte. Sie wusste dass es Zeit war, aber Envy und Pride leisteten sich ein extremes Kopf an Kopf rennen wenn es darum ging direkt an ihrer Seite zu Arbeiten. Sie wusste, dass eine von ihnen wütend sein würde wenn sie nicht gewählt wurde, aber sie konnte nur eine Auswählen. Grace, Glory und Faith waren noch zu jung und nicht erfahren genug. Das einzige was ihr die Entscheidung ein wenig leichter machte war die Tatsache, dass Pride ein paar Monate älter war als Envy.

Sie streifte ihre Kleidung ab und legte sich auf ihr Bett. Eine Welle der Müdigkeit überrollte sie und sie schloss die Augen um kurz danach ein zu schlafen.

 

+++++++

 

Es war Pride die früh am Morgen in Scilence Zimmer stand, ihre grünen Augen leuchtend vor Wut.

„Mir reicht es Scilence, wenn du jetzt nicht endlich einen Vize Captain wählst gehe ich!“ in ihrer Stimme klang ein klarer Vorwurf mit, der den vielen Aufgaben galt die man ihnen aufdrängte und die Scilence immer alleine bewältigen wollte, damit die anderen sich auf wichtigere Dinge konzentrieren konnten. „Nimm wegen meiner Envy, aber sieh endlich zu.“ Fauchte sie und verschwand dann aus dem Zimmer. Verwirrt blickte Scilence ihr nach und stellte fest, dass sie scheinbar wieder schlecht geschlafen hatte. Ein Blick auf den Wecker verriet ihr, dass es erst acht Uhr war und heute ein weiterer Tag Urlaub war. Heute gab es keine Missions Protokolle zu schreiben, heute war auch für sie frei. Seufzend kämpfte sie sich aus ihrer Decke und zog die Vorhänge auf, der Morgen versprach wieder einen heißen Tag.

Nachdem sie sich geduscht hatte suchte Sci Pride in der Küche auf, wo diese am Herd mit dem Frühstück beschäftigt war.

„Du würdest den Job also an Envy abtreten?“ stellte Sci nüchtern fest und ließ sich auf den Stuhl sinken. Ihr langes silbernes Haar hing Nass über ihrer Schulter und färbte ihr hellblaues Top an manchen stellen dunkler.

„Wenn du dann endlich aufhören würdest dich so zu verausgaben gerne.“ Sprach Pride über das brutzeln der Pfanne hinweg. Ihr langes braunes Haar hatte sie zu einem Dutt hochgedreht, nur ein paar lockere Strähnen vielen ihr ins Gesicht und ließen sie älter wirken. Sie trug eine Jeans und ein grünes T-Shirt dazu Chucks. Von Schminke hatte Pride noch nie viel gehalten, weswegen es sich auf Kajal beschränkte, sie war das genaue Gegenteil von Envy.

„Dann werde ich Envy nachher die frohe Nachricht überbringen, aber beschwere dich später nicht.“ Seufzte Sci und schob sich zwei Scheiben Brot in den Toaster. Pride schwieg und legte das große Omelett auf eine Servierplatte um sie auf den Tisch zu stellen.

„Lass es dir schmecken und sag Faith, dass sie heute mit abräumen dran ist.“ Sagte sie dann und verschwand rasch aus der Küche, bevor Sci weitere Fragen stellen konnte. Kurz darauf kamen Envy, Glory, Faith und Grace in die Küche.

„Oh, super, Pride hat Frühstück gemacht.“ Stellte Faith zufrieden fest und nahm sich ein großes Stück des Omeletts.

„Wo ist Pride schon wieder?“ frage Envy und wand sich an Sci. In letzter Zeit verschwand Pride immer öfter wenn sie frei hatten. „Hat sie einen Verehrer oder was?“ setzte Envy neckisch an und begann zu lachen, bis sie merkte dass keiner mit einstimmte, dann verstummte sie wieder.

„Ich glaube sie muss zu ihrem Vater, er will, dass sie noch zusätzlich privates Training bei ihm nimmt.“ Sagte Grace und blickte auf das essen auf dem Tisch. Allen war bewusst, dass man von Pride zu Hause viel erwartete. Sie war hübsch und gut im Kampf, ihr Vater hatte sich zwar immer gewünscht, dass sie ein Junge geworden wäre, doch nachdem er von den Umständen erfahren hatte die Pride zu etwas besonderem machten drillte er sie genau so hart, wie eigentlich nur die Söhne der Admirale und Adeligen gedrillt wurden. Selbst Envy war mit ihrer Familie glimpflich davon gekommen, was wahrscheinlich vorwiegend daran lag, dass ihre Mutter zu Hause das sagen hatte und diese nicht viel vom Kämpfen verstand.

„Na ja, sehen wir doch mal die positiven Seiten von Prides extra Training, sie musste bisher noch keine Prüfung wiederholen und lernt dauernd neue gut aussehende Jungs kennen.“ Sagte Envy und begann ihr Frühstück zu verzehren. Die anderen schwiegen weiter, begannen jedoch auch mit ihrem Frühstück.

 

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Locker joggte Pride die gewohnte strecke von ihrer Wohngemeinschaft zu ihrem Familienwohnsitz. Es war keine lange strecke mehr für sie, höchstens 12km die sie zurücklegen musste. Schon früh hatte ihr Vater begonnen diese Strecke mit ihr zu trainieren, noch bevor sie selber richtig verstanden hatte, was für eine Wichtige Aufgabe sie hatte. Schon von weitem sah sie die große Gestalt am Straßenrand die ihr zuwinkte und bei jedem Schritt näher kam.

„Pride, na endlich, ich dachte schon du hättest verschlafen.“

„Tut mir leid Valentin, ich musste noch für die anderen Frühstück machen.“ Entschuldigte sie sich, nachdem sie neben dem Jungen zum stehen gekommen war. Er lächelte ihr freundlich zu und musterte sie von oben bis unten. Sie schien seit ihrem letzten Treffen wieder abgenommen zu haben und trotz der Sonne war ihre Haut fahl.

„Wann hast du denn das letzte Mal für sich selber gekocht.“ Fragte er deshalb besorgt und musterte sie ein zweites Mal. Sie war eigentlich ein sehr hübsches Mädchen mit einer schönen natürlichen Taille und auch sonst waren ihre Rundungen natürlich. Ihr lächeln war bezaubernd und hatte schon einigen Männern den Verstand geraubt, doch in letzter Zeit wurde ihre Ausstrahlung immer weniger und Valentin fand, dass sie unter viel zu viel Stress stand.

„Gestern.“ Beantwortete sie seine Frage und holte ihn damit aus seinen Gedanken zurück. Er grinste. „Dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich dich heute zum Essen einlade.“ Sagte er und wartete die lange Pause die darauf hin entstand geduldig ab.

Pride musterte ihren langjährigen besten Freund aufmerksam und ließ ihn absichtlich ein wenig zappeln, sie tat als wenn sie schwer überlegte, wobei sie sich nur ein lächeln verkniff.

„Aber nur ausnahmsweise.“ Sagte sie und lächelte.

„Gut, dann lass uns jetzt mal lieber zu sehen, dass wir zu dir kommen, dein Vater wird sonst sicher sauer.“

Prides lächeln verschwand auf der stelle und sie wurde unweigerlich an das Training erinnert, was ihr nun bevorstand. Sie war froh, das Valentin und Claude mit ihr zusammen trainierten, alleine würde sie es mit ihrem Vater nicht aushalten. Sie hatte es schon immer als grausam empfunden, grade weil meistens einer seiner adeligen Freunde dabei saß, mit ihren schmierigen Söhnen, denen man ihre Verlangen nach dem Körper des talentierten Mädchens aus ihrem Gesicht ablesen konnte. Einmal waren Valentin und Claude auf Mission gewesen und hatten nicht mit ihr Trainieren können, weil sie zu spät waren. Als Pride unter der Dusche stand hatte einer der Jungs es gewagt das Bad zu betreten und Pride anzufassen, Valentin und Claude waren genau in diesem Moment zurück gekommen und hatten die Horrorvorstellung noch verhindern können, dafür war Pride ihn ewig dankbar. Der Junge war danach nie wieder bei ihnen gewesen und der Vater hatte sich sehr für seinen Sohn geschämt, Prides Vater hatte nur gelacht und gesagt, dass es normal sei in seinem Alter. Pride hatte es nicht als Witzig empfunden. Sie hatte sich gedemütigt gefühlt und stundenlang hatten Valentin und Claude sie trösten müssen bis sie sich wieder Einbekommen hatte.

Kurz vor dem Anwesen von Prides Familie verlangsamten Valentin und Pride ihr Tempo und warteten, dass Claude sie eingeholt hatte. Zusammen verschwanden sie in der Umkleide um kurz darauf für das Training gerüstet zurück zu kehren. Prides Vater erwartete sie bereits und runzelte nachdenklich die Stirn.

„Denkst du nicht, dass du langsam die Damenumkleide benutzen solltest Pride? Du verdrehst meinen beiden Schülern hier sonst noch den Kopf.“ Väterlich klopfte er Valentin und Claude auf die Schulter. Er mochte die beiden sehr, da sie für ihn wie die nie gehabten Söhne waren.

Eine leichte Röte stieg in Prides Gesicht als sie sich bewusst wurde, dass ihr Vater Recht hatte. Sie war jetzt keine zehn Jahre mehr Alt, sie war siebzehn und ihr Körper hatte sich sehr verändert. Sie blickte peinlich berührt auf den Boden.

„Sie haben recht Vater, beim nächsten mal werde ich dran denken.“ Ihr gefiel die gute Laune ihres Vaters nicht sonderlich, dass bedeutete immer sehr hartes Training und sie war noch ziemlich geschafft von dem Training mit Envy. Trotz alledem begann das Training wie gewohnt, mit Aufwärmübungen, Kontrolle der Hiebtechniken, der Umgang mit Chakrems und der Zweikampf. Beim Zweikampf konnte zum Glück immer einer pausieren und Pride nahm Claudes Angebot dankend an, dass er und Valentin als erstes Kämpfen würden. Seufzend und erschöpft ließ sie sich auf einer der Treppenstufen nieder und beobachtete interessiert den Kampf zwischen ihren beiden besten Freunden. Keiner stand den anderem in Fähigkeit oder Technik nach und es sah beinahe so fließen aus wie ein Tanz. Schweigend gesellte sich Prides Mutter zu ihr und musterte ihre Tochter besorgt. Auch ihr viel die Gewichtsabnahme ihrer Tochter auf und auch ihre matte Ausstrahlung.

„Was hältst du davon, wenn dein Vater und ich mal für einige Zeit verreisen würden?“ begann sie das Gespräch und sah wie wieder ein wenig Leben in ihre Tochter kehrte. Pride kam sich undankbar vor, aber eine kleine Pause könnte sie gut vertragen.

„Ich werde nachher mit deinem Vater reden, so kann es wirklich nicht weiter gehen.“ Sagte sie und strich ihrer Tochter zärtlich übers Haar, dann rief Prides Vater nach ihr und sie machte sich seufzend auf den Weg in die Mitte. Als erstes würde sie gegen Valentin, dann gegen Claude antreten. Zufrieden betrachtete ihr Vater ihre Fortschritte und bestaunte die Ausweichtechniken die sie von Envy gegen Chakrems gelernt hatte. Auch ihre hiebe schienen stärker geworden zu sein. Am Ende lag Valentin im Staub und Pride hielt ihm die Spitze ihres Katanas an den Hals. Er grinste.

„Klasse, ich sollte wirklich mehr trainieren.“ Sagte er und richtete sich wieder auf. Pride lächelte verlegen und strich ihm ein wenig Staub aus dem Gesicht.

„Geh lieber duschen.“ Sagte sie und stellte sich wieder in der Mitte des Rings auf. Claude stand ihr gegenüber und lächelte ihr freundlich zu. Pride wischte sich ein wenig Schweiß von der Stirn und taumelte unter einem plötzlichen Schwächeanfall ein paar Schritte nach vorne. Claude reagierte sofort und fing sie auf, bevor sie ihr Gewicht ganz verlor und der Länge nach auf dem Boden aufkam. Besorgt blickte er sie an und auch in der Stimme ihres Vaters lag Besorgnis, als er eine der Dienerinnen rief. Diese kam mit einem Krug Wasser den Pride dankend annahm als sie endlich auf der Treppe saß, gestützt von Claude und Valentin.

„So kann es nicht weiter gehen James.“ Hörte sie ihre Mutter hinter sich.

„Versteh doch Gwen, es ist nur zu ihrem Besten.“

„Siehst du nicht wie verausgabt das Kind ist? Sie ist deine Tochter!“

„Gwen, bitte, ich will doch auch nur das Beste für sie.“

„Dann behandle sie ein wenig besser, sie ist auch nur eine Frau, auch wenn sie ein Kind des Kristallsterns ist!“

Sie hörte die schnellen Schritte ihrer Mutter, die davon stürmte und ihren Vater seufzen.

„Das Training ist für heute abgebrochen.“ Sagte er und verschwand dann ebenfalls. Pride seufzte und machte es sich bequem zwischen den beiden Jungs. Ihren Oberkörper lehnte sie gegen Valentins Schulter und ihre Beine ließ sie über die von Claude baumeln, wie früher stellte sie fest.

„Du dummes Mädchen.“ Sagte Claude sanft und reichte ihr ein weiteres Glas Wasser.

„Gib ein bisschen besser auf dich Acht, sonst haben Claude und ich bald niemanden mehr zum ärgern.“ Fügte Valentin an und lächelte. Pride streckte den beiden die Zunge raus und schloss dann die Augen um ein wenig den Augenblick zu genießen.

„Wenn es doch bloß immer so sein könnte.“ Seufzte sie und machte es sich noch ein wenig bequemer. Valentin und Claude tauschten nur Stumme blicke miteinander, schwiegen aber weiterhin sonder genossen ebenso die Stille.

 

Nachdem sie geduscht und sich umgezogen hatten machten die drei sich auf den Weg in die Stadt, wo Valentin Pride einen frischen Salat besorge und die beiden sich ein saftiges Steak schmecken ließen.

„Für einen Mann ist das aber das falsche Essen.“ Pride blickte genervt auf, als die hohe Stimme neben ihr erklang. Neben ihr stand Mary, die Stadtzicke. Sie hatte gold blondes Haar, fast so schön wie das von Grace und Glory, und trug am liebsten die Farbe Pink. Ihr Vater war einer der bekanntesten und reichen Männer im Ort und fast jeder Junge hier stand auf sie, alle außer Claude und Valentin. Das passte ihr gar nicht, den Claude stand auf ihrer Liste ganz oben, er war süß und charmant und zusammen mit Valentin einer der begehrtesten Jungs hier. Dass sie mit Pride rum hingen passte ihr noch weniger. Pride war zwar hübsch, sie machte sich jedoch nicht viel aus ihrem Aussehen, da es im Kampf sowieso niemanden interessierte, trotzdem war sie bei den Jungs begehrt und dass störte Mary sehr.

„Zieht ab Monteagle.“ Entgegnete Pride nur gereizt und legte ihre Gabel beiseite. Ihr Appetit war ihr grade vergangen.

„Dein kleiner Unfall grade macht schon seine Runden Montereal, wie es aussieht ist auch unsere Superfrau mal erschöpft was.“ Sagte sie neckisch und setzte sich neben Claude auf den freien Stuhl.

„Hat dich jemand gebeten zu bleiben Monteagle?“ fragte Valentin freundlich aber bestimmt. Mary warf ihm einen wütenden Blick zu und hoffte wenigstens bei Claude Zustimmung zu finden, doch dieser musterte sie nur feindselig und angeekelt, woraufhin sie mit einem Wutschnauben verschwand, gefolgt von ihrem Blondinenclub.

„Diese Frau kann echt nichts anderes als nerven.“ Stellte Claude fest und bestellte für alle noch eine Cola nach. Pride lächelte zustimmend und Valentin begann die kleine Show von Miss Monteagle nach zu äffen wofür er großen Beifall erntete. Keiner im Ort der was von sich hielt gab sich mit Mary ab, auch wenn sie als die begehrteste aller Frauen galt, das lag allerdings nur daran, dass sie die willigste war und jedem Mann Beischlaf bot, der ihn brauchte.

„Ohne sie wäre das Leben allerdings auch langweilig.“ Gestand Pride und lächelte als die Jungs ihr schweigend zustimmten.

 

Nach dem essen verabschiedete sich Pride von Claude und Valentin, weil sie noch für die Anderen Einkaufen gehen wollte. Sci hatte dafür sicher wieder keine Zeit und Envy war sich zu fein. Von den Jüngeren konnte man etwas derartiges sowieso nicht fordern, weswegen diese Aufgabe meist an Pride hängen blieb, genau wie das Kochen.

Seufzend spazierte sie durch die Innenstadt auf den kleinen Laden auf der linken Seite zu, als sie plötzlich Marcus und seine Bande davor stehen sah. Sie hatte die Jungs noch nie leiden können. Sie waren das männliche Gegenstück zu Marys Gruppe und auf ihre Art genau so schlimm. Sie seufzte, gab sie einen Ruck und ging zügig an ihnen Vorbei in den Laden, besorgte schnell das Wichtigste und trat dann eilig ihren Heimweg an, da die Sonne bereits unterging. Der Weg aus der Stadt ging schnell, doch auf den Weg durch die Felder zurück zum Wohnheim hatte sie das Gefühl verfolgt zu werden. Sie ließ sich nichts anmerken, stellte jedoch fest, dass sie ihr Katana zu Hause hatte liegen lassen. Sie legte an Tempo zu und konnte von weitem bereits das Haus erkennen, als sie hinter sich ein deutliches Rascheln hörte. Schnell wand sie sich um und zog ein paar Chakrems aus der Tasche die sie Zielsicher in die Richtung des Geräusches warf, daraufhin sprang William, einer von Marcus engsten Freunden, aus dem Gebüsch und zog sich fluchend eines der Chakrems aus der Schulter.

„Verfluchtes Weibsbild.“ Schrie er los und wollte sich auf die stürzen. Erschrocken über den plötzlichen Wutausbruchs des Jungen stolperte Pride zurück und ließ den Korb mit Einkäufen fallen.

„Na warte, wenn ich dich irgendwann erwische mach ich dich fertig und dann gehören du und deine eitle Jungfräulichkeit mir.“ Rief er und stürmte davon. Wir gelähmt stand Pride da und blickte dem Jungen nach. Die Worte brannten tief in ihrem Gehirn fest und lähmten sie noch mehr und als wenn die es gespürt hatten kamen Claude und Valentin um die Ecke geeilt und blickten Pride erschrocken an.

„Pride? Hat er dir was getan?“ schnell waren die beiden bei ihr und schlossen sie in die Arme. Pride schwieg und sagte gar nichts. Sie stand immer noch einfach nur da und ließ sich von Claude und Valentin halten. Ihre Einkäufe lagen verteilt auf dem Weg und vom Haus hörte sie Geräusche, Sci und Envy waren auf dem Weg zu ihnen.

„Pride? Was ist los?“ Envy blickte besorgt von den Einkäufen zu Pride die zwischen Valentin und Claude stand.

„William war hier und hat scheinbar wieder versucht ihr nachzustellen.“ Begann Claude sachlich und ließ Pride los um ihre Einkäufe auf zu heben. Envy blickte Sci an. Sie beide wussten wie heilig Pride ihre Jungfräulichkeit war. Sie redete immer davon sie solange aufzusparen, bis sie ihre große liebe gefunden hatte.

„Na komm Pride, ich koch dir einen Tee und morgen knöpfen Valentin und Claude sich William vor. Wie findest du das?“ fragte Envy freundschaftlich und legte ihrem Arm um Prides Schulter.

„Nichts:“ antwortete diese nur und Blickte plötzlich wieder ganz klar in die Runde.

„Wenn dann knöpfe ich ihn mit vor, aber nicht Morgen, später irgendwann mal.“ Sagte sie und nahm Claude den Korb ab.

„Danke ihr beiden, ihr seit immer zur richtigen Zeit da.“ Sie lächelte den beiden zu. Sie waren die besten Freunde, die sie sich wünschen konnte. Sie gab beiden einen Kuss auf die Wange und lud sie dann auf eine Tasse Tee ein. Dankend nahmen sie das Angebot an und noch lange saßen sie gemeinsam in der großen gemütlichen Küche des Wohnheims und sprachen über alte Zeiten, solange, bis es eigentlich schon zu Spät war um heim zu gehen.

„Seid ihr sicher, dass ihr gehen wollt?“ fragte Pride und blickte beide eindringlich an, „Ihr könnte gerne mit in meinem Zimmer schlafen, die Couch ist groß genug für zwei und morgen wollten wir doch eh zusammen los gehen.“ Redete sie auf die beiden ein, bis sie endlich ja sagten. Pride lächelte beide überglücklich an und verschwand dann im Bad um sich fertig zu machen. Um elf Uhr gingen dann alle Lichter aus und das Haus hüllte sich in tiefe Stille, das einzige was zu hören war, war das ruhige Atmen der Mädchen und Jungen in den Zimmern. Pride betrachtete noch eine Weile ihre Zimmerdecke und dachte an die Zeit, die sie mit ihren Freunden schon verbracht hatte. Es war immer die glücklichste Zeit in ihrem Leben. Zufrieden mit dieser Einsicht schlief sie ein, gespannt was der 25. Mai alles mit sich bringen würde.

7.5.09 22:39


Prolog - Das Verderben - Obscuritas

Es war einer der ruhigen Tage in Alicante, Scilence schrieb wie gewöhnlich an den Missionsprotokollen, Glory und Grace urteilten über das Aussehen anderer, Faith beschäftigte sich mit ihren Hausaufgaben und Envy und Pride trainierten. Der Himmel in Alicante hatte ein kräftiges strahlendes blau und der Wind war angenehm mild.

Es waren zwei Tage vor dem 25. Mai und bald würden die Prüfungen für die Neuzugänge der Schattenjäger beginnen. Die Tage davor waren meistens ruhig, die Neulinge bereiteten sich vor und der Rest genoss seinen Urlaub oder Unterhielt sich mit den Schaulustigen aus den anderen Teilen der Dimension. Selbst auf der Dunklen Seite schien man sich heute dazu entschieden zu haben, einfach mal Ruhe zu geben und den Frieden zu genießen, die ständige Angst vor neuen Kriegen zu vergessen und der Zeit ihren lauf zulassen.

„Envy, Pride, könnt ihr das bitte unterlassen währen ich am Arbeiten bin?“ Scilence kräftige Stimme donnerte über die kleine Fläche und zog alle Aufmerksamkeit auf sich. Sofort hörten die beiden kämpfenden auf und schauten entschuldigend zu ihrer Captain herüber.

„Tut uns leid Sci.“ Pride schob ihr Katana vorsichtig zurück in seine Scheide und ließ sich im Staubigen Sand nieder. Envy sammelte ihre Chakrems auf und stellte zufrieden fest, das Pride wenigstens von einem gestreift worden war.

„Du wirst besser Pride, aber immer noch nicht gut genug.“ Grinste sie und hielt ihr das blutige Chakrem unter die Nase. Pride blickte auf das Chakrem und suchte dann nach der Wunde, da war keine.

„Das ist nicht mein Blut Envy.“ Stellte sie zufrieden fest und zeigte ihr ihre markelose Haut. Irritiert wanderte Envys Blick über die freie Fläche, aber außer ihnen war keiner zu sehen.

„Verstehe ich nicht…“ murmelte sie und wischte das Blut vom Chakrem, dann steckte sie es ein und ließ sich neben Faith nieder, die grade an ihren Physik Hausaufgaben verzweifelte.

„Das Mrs. Hawk uns auch immer so komplizierte Sachen beibringen muss.“ Wütend verschloss sie ihren Füller mit der Füllerkappe und warf ihn in ihre Tasche, gefolgt von Buch und Heft.

„Faith, mach gefälligst deine Hausaufgaben, sonst wird nie was aus dir.“ Scilence blickte von ihrem Protokoll auf und versah Faith mit einem ihrer wütenden Blicke, doch Faith zuckte bloß die Schultern und brachte ihre Tasche in das kleine Wohnheim, das die sechs sich seit einem Jahr teilten. Scilence seufzte und wand sich wieder dem Protokoll zu, immer blieb die Drecksarbeit an ihr hänge, es wurde wirklich Zeit, dass sie sich eine Vize Captain suchte.

„Wenigstens macht die Dunkle Seite heute mal was man von ihr verlangt.“ Murmelte sie und versank dann wieder in ihren Gedanken.

 

++++++++

 

Im Zentrum der dunklen Seite herrschte derweil große Aufregung, eine neue Art von Dämon hatte sich über die Jahre hinweg im tiefen Inneren des Unterirdischen Königreichs entwickelt. Seine Fähigkeiten waren für viele unglaublich, aber sie waren wahr, der Dämon konnte seine Gestalt beliebig wechseln.

„Ich habe euch immer gesagt, eines Tages werden wir etwas haben, was wir gegen die Schattenjäger benutzen können.“ Donnerte die tiefe Stimme Regulus Caligos, dem Fürsten der Finsternis, über den großen dunklen Platz, seinen Worten folgte tosender Applaus.

„Dieser Dämon ist unsere Fahrkarte zur Macht.“ Eins schmieriges Lächeln zierte seine Lippen, wodurch seine schwarzen Zahnstümpfe zum Vorscheinen kamen. Ein weiteres mal ertönte tosender Applaus und das schwarze Ungetier stieg neben ihm auf die Bühne. Seine roten Augen schienen zu Glühen wie Feuer und seine Massigen Hufen brachten die Erde zum Beben. Obscuritas, das Dämonenpferd und der erste Gestaltenwandler unter den Dämonen. Innerhalb weniger Sekunden verzerrte sich die Massige Gestalt des schwarzen Riesen und zog sich zusammen, wurde immer kleiner und feingliedriger, bis von dem Schwarzen Ungetüm was dahinter steckte nichts mehr zu erahnen war. Vor den Dämonen stand nun ein normaler Mensch, unbedeutend und scheinbar ungefährlich, doch jeder kannte die Macht des Ungetüms, nur zu oft hatten sie sich in den letzten Tagen seine Technik des Stillen Todes vorführen lassen, die vielen Geiseln die sie dadurch ohne großen Aufwand hatten töten können hatten sie sowohl fasziniert wie auch verängstigt vor der Macht des Dämons.

„Mein Brüder und Schwestern.“ Die Stimme von Obscuritas klang wie die Zarte Melodie des Frühjahres und bezauberte seine Zuhörer auf der stelle, „Unsere Zeit ist endlich gekommen, bald werden wir die Herrscher über die drei Dimensionen sein.“ Ein engelsgleiches Lächeln erschien auf seinem Gesicht und die Dämonen auf dem großen Platz wurden von einer wilden Euphorie erfasst und bejubelten ihren Neuankömmling wie es eigentlich nur dem König der Dämonen gebührte. Nach dieser kurzen Vorstellung verschwand das zarte Wesen vom Podest und kehrte zurück in den Untergrund, wo es sich weiter für seine große Aufgabe rüstete, die Eroberung der drei Dimensionen und die Ausschaltung der Schattenjäger.

In zwei Tagen, am 25. Mai würde es den Kristallstern, das ewige Zeichen der Macht für die Schattenjäger, stehlen und sich damit in der Menschen Dimension verstecken. Die Aufruhe die es dadurch verursachte würden seine Kameraden nutzen und ihm Folgen oder in die Tote Dimension ausbrechen und dann würde ein kalter Krieg beginnen, den sie gewinnen würden.

7.5.09 22:39


Charakter Glossar

Charles Claude Larvis Kronprinz von Alicante
Claude Darvid Bester Freund von Pride, Sohn des Kaufmanns Darvid
Envy Laudrill Envy ist die Tochter des Kaufmanns Marcus Laudrill und das dritte Kind des Kristallsterns
Faith McLeon - Die jüngste und das letzte Kind des Kristallsterns.
Forsaken - Eiskönigin
Gabriel Redhorn - Handwerker und Vater von Glory und Grace
Glory und Grace Redhorn - Die Zwillinge und somit das vierte und fünfte Kind des Kristallsterns.
Gwen Montreal - Ehefrau des Admirals James Matthew und Mutter von Pride.
Gwyn Laudrill - Schwester von Envy, verheiratet mit Ty Hampshire
James Matthew Montreal - Vater von Pride und Admiral des Hofes.
Jason Wild - Mitglied der Heiteren Truppe
John Duval - Stallbursche der Familie Montreal, Freund von Envy
Johnson Redcliff - Mitglied der Heiteren Truppe
Marcus Baltes - Anführer der Heiteren Truppe
Marcus Laudrill - Kaufmann und Vater von Envy.
Mary Monteagle - Stadtzicke und Kurtisane des Kronprinzen
Obscuritas - Dämonen Fürst und Gestaltenwandler
Pride Montreal - Pride ist die Tochter des Admiral James Matthew Montreal und eines der Kristallsternkinder.
Regulus Caligo - Fürst der Finsternis
Rose Redhorn - Näherin und Mutter von Glory und Grace
Scilence Mayflower - Scilence ist die Älteste in der Gruppe der Kristallstern Kinder und die Tochter des Mondes. Sie gehört zur Familie
Mayflower.
Susan Laudrill - Heilerin und Mutter von Envy.
Ty Hampshire - Gatte von Gwyn Laudrill
Valentin Rothfield - Bester Freund von Pride und Sohn des Fürsten Rothfield
William Michaelson - Mitglied der Heiteren Truppe
7.5.09 22:38


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