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Kapitel 1 - Die Kinder des Kristallstern - Pride

Es war spät in der Nacht als Scilence endlich die Kerze vor sich löschte und sich zu ihrem Bett begab. Wieder einmal hatte sie bis Spät in die Nacht die verschiedenen Protokolle kontrolliert und neue Missionen raus gesucht. Die Arbeit als Captain war wirklich kein Vergnügen, grade nicht mit ihrer Gruppe. Alle in dieser Gruppe waren in irgendeiner Weise besonders und alle besaßen sie diese Besondere Kraft, weil sie alle an bestimmten Tagen des Kristallsterns geboren waren. Nicht viele Kinder zierten ein Datum des Kristallsterns, höchstens alle 100 Jahre mal, aber meistens war das ein Zeichen für eine Katastrophe, weswegen die Kinder des Kristallsterns zwar bei den Leuten bewundert, aber gleichzeitig auch verpönt waren. Scilence wusste das keiner der fünf Mädchen ein einfaches Leben führte, aber auch für sie als ihre Captain war es nicht leicht mit den Lästerrein der anderen Menschen im Dorf fertig zu werden. Auch die Missionen die ihnen aufgetragen wurden waren unzumutbar, es waren immer Missionen der Klasse S3 und damit eigentlich für die Elite. Auch wenn die Mädchen über besondere Talente und Kräfte verfügten waren sie auch alle nur normale Mädchen.

Envy und Pride waren diese Hetze zwar schon seit ihrer Kindheit gewohnt, da sie aus Elitefamilien kamen, aber Faith, Grace und Glory kamen aus normalen Familien vom Land. Sie kannten zwar die Hetze bei der Ernte, aber sie hatten lange gebraucht bis sie sich an die zustände auf dem Kampffeld gewöhnt hatten. Nacht hatte Scilence oft an ihren Lagern bleiben müssen weil sie geweint hatten wegen der Leute die sie hatten umbringen müssen oder wegen der Dämonen die sie hatten sehen müssen. Sie wusste das Envy und Pride manchmal nicht anders empfanden, sie selbst hätte auch gelegentlich geweint, aber ihre Abstammung und ihr Rang erlaubten ihnen nicht schwäche zu zeigen, weswegen sie damit fertig werden mussten. Oft hatte sie schon Mitleid mit den beiden gehabt wenn sie nach dem Urlaub wieder in das Wohnheim zurück kehrten und kein stück erholt aussahen weil ihre Eltern sie in den Ferien zu weiteren Trainingseinheiten gezwungen hatten. Die beiden hatten schon in der Schule immer außerordentlich gute Leistungen bringen müssen um von ihren Eltern Respekt zu bekommen. Ganz so schlimm war es bei ihr zum glück nie gewesen. Ihre Eltern hatten zwar ebenfalls erwartet, dass die gute Leistungen brachte und gelegentlich Trainierte, aber sie waren auch so oft genug Stolz auf sie gewesen, Pride und Envy mussten darum kämpfen.

Seufzen streifte sie die Schärpe mit dem Captain Abzeichen ab und hing sie zu der Schärpe mit dem Vize Captain Abzeichen, die sie immer noch nicht vergeben hatte. Sie wusste dass es Zeit war, aber Envy und Pride leisteten sich ein extremes Kopf an Kopf rennen wenn es darum ging direkt an ihrer Seite zu Arbeiten. Sie wusste, dass eine von ihnen wütend sein würde wenn sie nicht gewählt wurde, aber sie konnte nur eine Auswählen. Grace, Glory und Faith waren noch zu jung und nicht erfahren genug. Das einzige was ihr die Entscheidung ein wenig leichter machte war die Tatsache, dass Pride ein paar Monate älter war als Envy.

Sie streifte ihre Kleidung ab und legte sich auf ihr Bett. Eine Welle der Müdigkeit überrollte sie und sie schloss die Augen um kurz danach ein zu schlafen.

 

+++++++

 

Es war Pride die früh am Morgen in Scilence Zimmer stand, ihre grünen Augen leuchtend vor Wut.

„Mir reicht es Scilence, wenn du jetzt nicht endlich einen Vize Captain wählst gehe ich!“ in ihrer Stimme klang ein klarer Vorwurf mit, der den vielen Aufgaben galt die man ihnen aufdrängte und die Scilence immer alleine bewältigen wollte, damit die anderen sich auf wichtigere Dinge konzentrieren konnten. „Nimm wegen meiner Envy, aber sieh endlich zu.“ Fauchte sie und verschwand dann aus dem Zimmer. Verwirrt blickte Scilence ihr nach und stellte fest, dass sie scheinbar wieder schlecht geschlafen hatte. Ein Blick auf den Wecker verriet ihr, dass es erst acht Uhr war und heute ein weiterer Tag Urlaub war. Heute gab es keine Missions Protokolle zu schreiben, heute war auch für sie frei. Seufzend kämpfte sie sich aus ihrer Decke und zog die Vorhänge auf, der Morgen versprach wieder einen heißen Tag.

Nachdem sie sich geduscht hatte suchte Sci Pride in der Küche auf, wo diese am Herd mit dem Frühstück beschäftigt war.

„Du würdest den Job also an Envy abtreten?“ stellte Sci nüchtern fest und ließ sich auf den Stuhl sinken. Ihr langes silbernes Haar hing Nass über ihrer Schulter und färbte ihr hellblaues Top an manchen stellen dunkler.

„Wenn du dann endlich aufhören würdest dich so zu verausgaben gerne.“ Sprach Pride über das brutzeln der Pfanne hinweg. Ihr langes braunes Haar hatte sie zu einem Dutt hochgedreht, nur ein paar lockere Strähnen vielen ihr ins Gesicht und ließen sie älter wirken. Sie trug eine Jeans und ein grünes T-Shirt dazu Chucks. Von Schminke hatte Pride noch nie viel gehalten, weswegen es sich auf Kajal beschränkte, sie war das genaue Gegenteil von Envy.

„Dann werde ich Envy nachher die frohe Nachricht überbringen, aber beschwere dich später nicht.“ Seufzte Sci und schob sich zwei Scheiben Brot in den Toaster. Pride schwieg und legte das große Omelett auf eine Servierplatte um sie auf den Tisch zu stellen.

„Lass es dir schmecken und sag Faith, dass sie heute mit abräumen dran ist.“ Sagte sie dann und verschwand rasch aus der Küche, bevor Sci weitere Fragen stellen konnte. Kurz darauf kamen Envy, Glory, Faith und Grace in die Küche.

„Oh, super, Pride hat Frühstück gemacht.“ Stellte Faith zufrieden fest und nahm sich ein großes Stück des Omeletts.

„Wo ist Pride schon wieder?“ frage Envy und wand sich an Sci. In letzter Zeit verschwand Pride immer öfter wenn sie frei hatten. „Hat sie einen Verehrer oder was?“ setzte Envy neckisch an und begann zu lachen, bis sie merkte dass keiner mit einstimmte, dann verstummte sie wieder.

„Ich glaube sie muss zu ihrem Vater, er will, dass sie noch zusätzlich privates Training bei ihm nimmt.“ Sagte Grace und blickte auf das essen auf dem Tisch. Allen war bewusst, dass man von Pride zu Hause viel erwartete. Sie war hübsch und gut im Kampf, ihr Vater hatte sich zwar immer gewünscht, dass sie ein Junge geworden wäre, doch nachdem er von den Umständen erfahren hatte die Pride zu etwas besonderem machten drillte er sie genau so hart, wie eigentlich nur die Söhne der Admirale und Adeligen gedrillt wurden. Selbst Envy war mit ihrer Familie glimpflich davon gekommen, was wahrscheinlich vorwiegend daran lag, dass ihre Mutter zu Hause das sagen hatte und diese nicht viel vom Kämpfen verstand.

„Na ja, sehen wir doch mal die positiven Seiten von Prides extra Training, sie musste bisher noch keine Prüfung wiederholen und lernt dauernd neue gut aussehende Jungs kennen.“ Sagte Envy und begann ihr Frühstück zu verzehren. Die anderen schwiegen weiter, begannen jedoch auch mit ihrem Frühstück.

 

+++++++++++++

 

Locker joggte Pride die gewohnte strecke von ihrer Wohngemeinschaft zu ihrem Familienwohnsitz. Es war keine lange strecke mehr für sie, höchstens 12km die sie zurücklegen musste. Schon früh hatte ihr Vater begonnen diese Strecke mit ihr zu trainieren, noch bevor sie selber richtig verstanden hatte, was für eine Wichtige Aufgabe sie hatte. Schon von weitem sah sie die große Gestalt am Straßenrand die ihr zuwinkte und bei jedem Schritt näher kam.

„Pride, na endlich, ich dachte schon du hättest verschlafen.“

„Tut mir leid Valentin, ich musste noch für die anderen Frühstück machen.“ Entschuldigte sie sich, nachdem sie neben dem Jungen zum stehen gekommen war. Er lächelte ihr freundlich zu und musterte sie von oben bis unten. Sie schien seit ihrem letzten Treffen wieder abgenommen zu haben und trotz der Sonne war ihre Haut fahl.

„Wann hast du denn das letzte Mal für sich selber gekocht.“ Fragte er deshalb besorgt und musterte sie ein zweites Mal. Sie war eigentlich ein sehr hübsches Mädchen mit einer schönen natürlichen Taille und auch sonst waren ihre Rundungen natürlich. Ihr lächeln war bezaubernd und hatte schon einigen Männern den Verstand geraubt, doch in letzter Zeit wurde ihre Ausstrahlung immer weniger und Valentin fand, dass sie unter viel zu viel Stress stand.

„Gestern.“ Beantwortete sie seine Frage und holte ihn damit aus seinen Gedanken zurück. Er grinste. „Dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich dich heute zum Essen einlade.“ Sagte er und wartete die lange Pause die darauf hin entstand geduldig ab.

Pride musterte ihren langjährigen besten Freund aufmerksam und ließ ihn absichtlich ein wenig zappeln, sie tat als wenn sie schwer überlegte, wobei sie sich nur ein lächeln verkniff.

„Aber nur ausnahmsweise.“ Sagte sie und lächelte.

„Gut, dann lass uns jetzt mal lieber zu sehen, dass wir zu dir kommen, dein Vater wird sonst sicher sauer.“

Prides lächeln verschwand auf der stelle und sie wurde unweigerlich an das Training erinnert, was ihr nun bevorstand. Sie war froh, das Valentin und Claude mit ihr zusammen trainierten, alleine würde sie es mit ihrem Vater nicht aushalten. Sie hatte es schon immer als grausam empfunden, grade weil meistens einer seiner adeligen Freunde dabei saß, mit ihren schmierigen Söhnen, denen man ihre Verlangen nach dem Körper des talentierten Mädchens aus ihrem Gesicht ablesen konnte. Einmal waren Valentin und Claude auf Mission gewesen und hatten nicht mit ihr Trainieren können, weil sie zu spät waren. Als Pride unter der Dusche stand hatte einer der Jungs es gewagt das Bad zu betreten und Pride anzufassen, Valentin und Claude waren genau in diesem Moment zurück gekommen und hatten die Horrorvorstellung noch verhindern können, dafür war Pride ihn ewig dankbar. Der Junge war danach nie wieder bei ihnen gewesen und der Vater hatte sich sehr für seinen Sohn geschämt, Prides Vater hatte nur gelacht und gesagt, dass es normal sei in seinem Alter. Pride hatte es nicht als Witzig empfunden. Sie hatte sich gedemütigt gefühlt und stundenlang hatten Valentin und Claude sie trösten müssen bis sie sich wieder Einbekommen hatte.

Kurz vor dem Anwesen von Prides Familie verlangsamten Valentin und Pride ihr Tempo und warteten, dass Claude sie eingeholt hatte. Zusammen verschwanden sie in der Umkleide um kurz darauf für das Training gerüstet zurück zu kehren. Prides Vater erwartete sie bereits und runzelte nachdenklich die Stirn.

„Denkst du nicht, dass du langsam die Damenumkleide benutzen solltest Pride? Du verdrehst meinen beiden Schülern hier sonst noch den Kopf.“ Väterlich klopfte er Valentin und Claude auf die Schulter. Er mochte die beiden sehr, da sie für ihn wie die nie gehabten Söhne waren.

Eine leichte Röte stieg in Prides Gesicht als sie sich bewusst wurde, dass ihr Vater Recht hatte. Sie war jetzt keine zehn Jahre mehr Alt, sie war siebzehn und ihr Körper hatte sich sehr verändert. Sie blickte peinlich berührt auf den Boden.

„Sie haben recht Vater, beim nächsten mal werde ich dran denken.“ Ihr gefiel die gute Laune ihres Vaters nicht sonderlich, dass bedeutete immer sehr hartes Training und sie war noch ziemlich geschafft von dem Training mit Envy. Trotz alledem begann das Training wie gewohnt, mit Aufwärmübungen, Kontrolle der Hiebtechniken, der Umgang mit Chakrems und der Zweikampf. Beim Zweikampf konnte zum Glück immer einer pausieren und Pride nahm Claudes Angebot dankend an, dass er und Valentin als erstes Kämpfen würden. Seufzend und erschöpft ließ sie sich auf einer der Treppenstufen nieder und beobachtete interessiert den Kampf zwischen ihren beiden besten Freunden. Keiner stand den anderem in Fähigkeit oder Technik nach und es sah beinahe so fließen aus wie ein Tanz. Schweigend gesellte sich Prides Mutter zu ihr und musterte ihre Tochter besorgt. Auch ihr viel die Gewichtsabnahme ihrer Tochter auf und auch ihre matte Ausstrahlung.

„Was hältst du davon, wenn dein Vater und ich mal für einige Zeit verreisen würden?“ begann sie das Gespräch und sah wie wieder ein wenig Leben in ihre Tochter kehrte. Pride kam sich undankbar vor, aber eine kleine Pause könnte sie gut vertragen.

„Ich werde nachher mit deinem Vater reden, so kann es wirklich nicht weiter gehen.“ Sagte sie und strich ihrer Tochter zärtlich übers Haar, dann rief Prides Vater nach ihr und sie machte sich seufzend auf den Weg in die Mitte. Als erstes würde sie gegen Valentin, dann gegen Claude antreten. Zufrieden betrachtete ihr Vater ihre Fortschritte und bestaunte die Ausweichtechniken die sie von Envy gegen Chakrems gelernt hatte. Auch ihre hiebe schienen stärker geworden zu sein. Am Ende lag Valentin im Staub und Pride hielt ihm die Spitze ihres Katanas an den Hals. Er grinste.

„Klasse, ich sollte wirklich mehr trainieren.“ Sagte er und richtete sich wieder auf. Pride lächelte verlegen und strich ihm ein wenig Staub aus dem Gesicht.

„Geh lieber duschen.“ Sagte sie und stellte sich wieder in der Mitte des Rings auf. Claude stand ihr gegenüber und lächelte ihr freundlich zu. Pride wischte sich ein wenig Schweiß von der Stirn und taumelte unter einem plötzlichen Schwächeanfall ein paar Schritte nach vorne. Claude reagierte sofort und fing sie auf, bevor sie ihr Gewicht ganz verlor und der Länge nach auf dem Boden aufkam. Besorgt blickte er sie an und auch in der Stimme ihres Vaters lag Besorgnis, als er eine der Dienerinnen rief. Diese kam mit einem Krug Wasser den Pride dankend annahm als sie endlich auf der Treppe saß, gestützt von Claude und Valentin.

„So kann es nicht weiter gehen James.“ Hörte sie ihre Mutter hinter sich.

„Versteh doch Gwen, es ist nur zu ihrem Besten.“

„Siehst du nicht wie verausgabt das Kind ist? Sie ist deine Tochter!“

„Gwen, bitte, ich will doch auch nur das Beste für sie.“

„Dann behandle sie ein wenig besser, sie ist auch nur eine Frau, auch wenn sie ein Kind des Kristallsterns ist!“

Sie hörte die schnellen Schritte ihrer Mutter, die davon stürmte und ihren Vater seufzen.

„Das Training ist für heute abgebrochen.“ Sagte er und verschwand dann ebenfalls. Pride seufzte und machte es sich bequem zwischen den beiden Jungs. Ihren Oberkörper lehnte sie gegen Valentins Schulter und ihre Beine ließ sie über die von Claude baumeln, wie früher stellte sie fest.

„Du dummes Mädchen.“ Sagte Claude sanft und reichte ihr ein weiteres Glas Wasser.

„Gib ein bisschen besser auf dich Acht, sonst haben Claude und ich bald niemanden mehr zum ärgern.“ Fügte Valentin an und lächelte. Pride streckte den beiden die Zunge raus und schloss dann die Augen um ein wenig den Augenblick zu genießen.

„Wenn es doch bloß immer so sein könnte.“ Seufzte sie und machte es sich noch ein wenig bequemer. Valentin und Claude tauschten nur Stumme blicke miteinander, schwiegen aber weiterhin sonder genossen ebenso die Stille.

 

Nachdem sie geduscht und sich umgezogen hatten machten die drei sich auf den Weg in die Stadt, wo Valentin Pride einen frischen Salat besorge und die beiden sich ein saftiges Steak schmecken ließen.

„Für einen Mann ist das aber das falsche Essen.“ Pride blickte genervt auf, als die hohe Stimme neben ihr erklang. Neben ihr stand Mary, die Stadtzicke. Sie hatte gold blondes Haar, fast so schön wie das von Grace und Glory, und trug am liebsten die Farbe Pink. Ihr Vater war einer der bekanntesten und reichen Männer im Ort und fast jeder Junge hier stand auf sie, alle außer Claude und Valentin. Das passte ihr gar nicht, den Claude stand auf ihrer Liste ganz oben, er war süß und charmant und zusammen mit Valentin einer der begehrtesten Jungs hier. Dass sie mit Pride rum hingen passte ihr noch weniger. Pride war zwar hübsch, sie machte sich jedoch nicht viel aus ihrem Aussehen, da es im Kampf sowieso niemanden interessierte, trotzdem war sie bei den Jungs begehrt und dass störte Mary sehr.

„Zieht ab Monteagle.“ Entgegnete Pride nur gereizt und legte ihre Gabel beiseite. Ihr Appetit war ihr grade vergangen.

„Dein kleiner Unfall grade macht schon seine Runden Montereal, wie es aussieht ist auch unsere Superfrau mal erschöpft was.“ Sagte sie neckisch und setzte sich neben Claude auf den freien Stuhl.

„Hat dich jemand gebeten zu bleiben Monteagle?“ fragte Valentin freundlich aber bestimmt. Mary warf ihm einen wütenden Blick zu und hoffte wenigstens bei Claude Zustimmung zu finden, doch dieser musterte sie nur feindselig und angeekelt, woraufhin sie mit einem Wutschnauben verschwand, gefolgt von ihrem Blondinenclub.

„Diese Frau kann echt nichts anderes als nerven.“ Stellte Claude fest und bestellte für alle noch eine Cola nach. Pride lächelte zustimmend und Valentin begann die kleine Show von Miss Monteagle nach zu äffen wofür er großen Beifall erntete. Keiner im Ort der was von sich hielt gab sich mit Mary ab, auch wenn sie als die begehrteste aller Frauen galt, das lag allerdings nur daran, dass sie die willigste war und jedem Mann Beischlaf bot, der ihn brauchte.

„Ohne sie wäre das Leben allerdings auch langweilig.“ Gestand Pride und lächelte als die Jungs ihr schweigend zustimmten.

 

Nach dem essen verabschiedete sich Pride von Claude und Valentin, weil sie noch für die Anderen Einkaufen gehen wollte. Sci hatte dafür sicher wieder keine Zeit und Envy war sich zu fein. Von den Jüngeren konnte man etwas derartiges sowieso nicht fordern, weswegen diese Aufgabe meist an Pride hängen blieb, genau wie das Kochen.

Seufzend spazierte sie durch die Innenstadt auf den kleinen Laden auf der linken Seite zu, als sie plötzlich Marcus und seine Bande davor stehen sah. Sie hatte die Jungs noch nie leiden können. Sie waren das männliche Gegenstück zu Marys Gruppe und auf ihre Art genau so schlimm. Sie seufzte, gab sie einen Ruck und ging zügig an ihnen Vorbei in den Laden, besorgte schnell das Wichtigste und trat dann eilig ihren Heimweg an, da die Sonne bereits unterging. Der Weg aus der Stadt ging schnell, doch auf den Weg durch die Felder zurück zum Wohnheim hatte sie das Gefühl verfolgt zu werden. Sie ließ sich nichts anmerken, stellte jedoch fest, dass sie ihr Katana zu Hause hatte liegen lassen. Sie legte an Tempo zu und konnte von weitem bereits das Haus erkennen, als sie hinter sich ein deutliches Rascheln hörte. Schnell wand sie sich um und zog ein paar Chakrems aus der Tasche die sie Zielsicher in die Richtung des Geräusches warf, daraufhin sprang William, einer von Marcus engsten Freunden, aus dem Gebüsch und zog sich fluchend eines der Chakrems aus der Schulter.

„Verfluchtes Weibsbild.“ Schrie er los und wollte sich auf die stürzen. Erschrocken über den plötzlichen Wutausbruchs des Jungen stolperte Pride zurück und ließ den Korb mit Einkäufen fallen.

„Na warte, wenn ich dich irgendwann erwische mach ich dich fertig und dann gehören du und deine eitle Jungfräulichkeit mir.“ Rief er und stürmte davon. Wir gelähmt stand Pride da und blickte dem Jungen nach. Die Worte brannten tief in ihrem Gehirn fest und lähmten sie noch mehr und als wenn die es gespürt hatten kamen Claude und Valentin um die Ecke geeilt und blickten Pride erschrocken an.

„Pride? Hat er dir was getan?“ schnell waren die beiden bei ihr und schlossen sie in die Arme. Pride schwieg und sagte gar nichts. Sie stand immer noch einfach nur da und ließ sich von Claude und Valentin halten. Ihre Einkäufe lagen verteilt auf dem Weg und vom Haus hörte sie Geräusche, Sci und Envy waren auf dem Weg zu ihnen.

„Pride? Was ist los?“ Envy blickte besorgt von den Einkäufen zu Pride die zwischen Valentin und Claude stand.

„William war hier und hat scheinbar wieder versucht ihr nachzustellen.“ Begann Claude sachlich und ließ Pride los um ihre Einkäufe auf zu heben. Envy blickte Sci an. Sie beide wussten wie heilig Pride ihre Jungfräulichkeit war. Sie redete immer davon sie solange aufzusparen, bis sie ihre große liebe gefunden hatte.

„Na komm Pride, ich koch dir einen Tee und morgen knöpfen Valentin und Claude sich William vor. Wie findest du das?“ fragte Envy freundschaftlich und legte ihrem Arm um Prides Schulter.

„Nichts:“ antwortete diese nur und Blickte plötzlich wieder ganz klar in die Runde.

„Wenn dann knöpfe ich ihn mit vor, aber nicht Morgen, später irgendwann mal.“ Sagte sie und nahm Claude den Korb ab.

„Danke ihr beiden, ihr seit immer zur richtigen Zeit da.“ Sie lächelte den beiden zu. Sie waren die besten Freunde, die sie sich wünschen konnte. Sie gab beiden einen Kuss auf die Wange und lud sie dann auf eine Tasse Tee ein. Dankend nahmen sie das Angebot an und noch lange saßen sie gemeinsam in der großen gemütlichen Küche des Wohnheims und sprachen über alte Zeiten, solange, bis es eigentlich schon zu Spät war um heim zu gehen.

„Seid ihr sicher, dass ihr gehen wollt?“ fragte Pride und blickte beide eindringlich an, „Ihr könnte gerne mit in meinem Zimmer schlafen, die Couch ist groß genug für zwei und morgen wollten wir doch eh zusammen los gehen.“ Redete sie auf die beiden ein, bis sie endlich ja sagten. Pride lächelte beide überglücklich an und verschwand dann im Bad um sich fertig zu machen. Um elf Uhr gingen dann alle Lichter aus und das Haus hüllte sich in tiefe Stille, das einzige was zu hören war, war das ruhige Atmen der Mädchen und Jungen in den Zimmern. Pride betrachtete noch eine Weile ihre Zimmerdecke und dachte an die Zeit, die sie mit ihren Freunden schon verbracht hatte. Es war immer die glücklichste Zeit in ihrem Leben. Zufrieden mit dieser Einsicht schlief sie ein, gespannt was der 25. Mai alles mit sich bringen würde.

7.5.09 22:39
 


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