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Kapitel 2 - Alarmstufe Schwarz - Charity

Am nächsten Morgen bereuten Pride, die Jungs, Sci und Envy dass sie noch so lange wach gelegen hatten. Gähnend stieg Pride unter die dusche und genoss die wärme des Wassers, währen Envy vor dem Spiegel stand und an ihrer Schminke arbeitet. Sie, Sci und Pride würden heute den Eröffnungstanz vorführen, etwas wütendes, aggressives, so wie Charles Claude Larvis, der Kronprinz von Alicante, es gewünscht hatte. Sie würden kurze aufreizende Kostüme tragen und ihre Gesichter unter viel knalliger Farbe verstecken. Envys Kleidung war in grün gehalten, die von Pride in Eisblau und die von Sci in Violett. Seufzend stieg Pride aus der Dusche und trocknete Körper und Haare, dann zwang sie sich in das enge Top und in den knappen Rock, dazu die Sportschuhe mit den weiten Stolpen und fertig. Jetzt fehlte nur noch das Make Up, das Envy vorsichtig auftrug. Als Pride in den Spiegel blickte erkannte sie sich selber kaum wieder. Envy hatte ihr vorhin den Pony und einige Strähnen in Eisblau gefärbt, passend zur Kleidung und das stimmte. Seufzend wand sie sich ab und ging runter in die Küche um Frühstück zu machen.

„Wow, da hat der Kronprinz sich ja wieder was Tolles einfallen lassen.“, bemerkte Valentin über die Zeitung hinweg, als Pride die Küche betrat. Diese streckte ihm nur die Zunge raus und begann Toast fertig zu machen und dazu Rührei mit Speck zu zubereiten. Später saßen alle zusammen am großen Tisch und ließen sich das warme Frühstück schmecken. Sci und Pride fühlten sich zwar sichtlich unwohl in ihrem Aufzug, Envy aber war total in ihrem Element. Während des Essens sprach keiner, alle waren viel zu sehr mit ihren Gedanken an das bevorstehende Ereignis beschäftigt.

Nach dem Essen räumte Glory den Tisch ab und Grace begann zu Spülen, währen Envy, Sci, Valentin, Claude und Pride sich schon mal auf den Weg machten, Faith, Glory und Grace würden folgen, sobald die Prüfungen begannen.

 

Zuerst begann das Geschehen mit einer Parade, von überall strömten die Leute her, um den Prüflingen alles Gute zu wünschen und über den Markt zu schlendern, während die Prüflinge sich ihren Aufgaben stellten. Nach der Parade folge der Eröffnungstanz. Jedes Jahr waren es aggressive Lieder zu denen getanzt wurde, um den anderen zu beweisen, dass alle aggressiv gegen die Dämonen vorgingen und auch die nächste Generation so handeln würde. Seit allerdings der Kronprinz Charles Claude Larvis das sagen hatte waren so einige Dinge in Alicante anders geworden. Charles war jemand, der Frauen begehrte und mehr als nur eine Geliebte besaß. Er sagte als Wortführer könne er sich das leisten und auch seine Adelsfreunde hielten sich bei der Wahl ihrer Liebhaberinnen nicht zurück. Es war fast als wenn man zurück in das Mittelalter gekehrt war. Der Beruf der Hure war einer des Best Bezahltesten, wenn man sich nur weit genug hocharbeite. Auch Mary würde eines Tages zu den Liebhaberinnen eines Reichen Idioten gehören, da waren sich die einig und alle wussten, dass sie am Liebsten die Geliebte von Valentin Mont Revall sein wollte, doch Valentin hatte kein Interesse an ihr.

Envy stand locker hinter dem großen schwarzen Vorhang der die drei von der Menschenmenge auf dem großen Platz trennte. Belustigt schaute sie Sci und Pride dabei zu, wie sie versuchten an Scilence Haaren zu retten, was noch zu retten war. Anstatt einiger Strähnen hatte Sci versehentlich ihr ganzen Haare Lila gefärbt, was sie nun verärgerte, Pride zur Verzweiflung brachte und alle anderen amüsierte.

„Ich habe die ja gesagt, dass ich es die machen kann.“ Bemerkte Envy zufrieden und warf einen Blick auf die Menschenmenge. Sci fauchte wütend, aber keiner verstand was sie grade versucht hatte zu sagen, denn in diesem Moment hörten sie, wie der Ansager sie ankündigte und der Schwere Vorhand sich in Bewegung setzte. Die Musik begann im selben Moment und innerhalb weniger Sekunden standen die drei Mädchen auf ihren Positionen und begannen im Takt der Musik ein Gemisch auf Tanz und Kampf vorzuführen. Das jüngere Publikum, vor allem die Männlichen Wesen unter ihnen, klatschten Lauten Beifall, währen die ältere Generation peinlich berührt zur Seite blickte. Sie wussten  wer sich die Kostüme der Tänzerinnen ausgedacht hatten, auch ohne dass er vorher genannt wurde.

Das Lied dauerte fünf Minuten und es waren die längsten fünf Minuten die Sci und Pride je erlebt hatten, währen Envy mit Begeisterung dabei war. Pride bewunderte Envys offene Art und ihr Selbstvertrauen, aber andererseits war Envy ihr manchmal ein wenig zu extrem.

 

„Das war Klasse Mädels.“ Lobte der Kronprinz sie persönlich und zwinkerte Envy kurz zu, die dummerweise auch noch auf diese direkte anmache einging indem sie einen Knicks vor ihm machte. Pride und Sci verdrehten die Augen und zogen schnell ihre normale Kleidung an bevor sie sich unter die Leute mischen würden. Noch eine Stunde, dann würden sie sich wieder auf dem großen Platz zusammenfinden und die Prüfungen würden beginnen. Das Tor zur Menschenwelt würde geöffnet werden, dort würden die Prüflinge in eine Unbewohnte Gegend geschickt werden in dem viele Hindernisse auf sie warteten, von Unechten Dämonen bis hin zu Hinterhalten und Fallen. Die Mädchen konnten sich nur zu gut an ihre eigene Prüfung erinnern und sie wussten nur zu gut, dass Faith sie nur knapp geschafft hatte, weil sie die Aufgaben jedes Jahr schwerer machten.

„Hoffentlich kommt überhaupt jemand durch.“ Sagte Grace die sich immer wieder nur ungern an ihre Prüfung erinnerte.

„Ich habe gehört dieses Jahr sollen fast nur adelige und super Intelligente unter den Prüflingen sein, den sollte das nicht all zu schwer fallen.“ Sagte Envy und bestellte sich am Zelt ein kaltes Bier.

„Envy, wir sind im Dienst.“ Begann Sci, doch Envy winkte nur ab und Sci wusste, dass sie ihr sowieso nicht zuhören würde. Pride blickte nur kurz zu Envy rüber, sparte sich ihren Kommentar allerdings und wand sich wieder Claude und Valentin zu mit denen sie heute ein Prüferteam bilden würde. Die beiden hatten einen Hinterhalt geplant und feilten grade an den letzten Feinheiten, als es plötzlich laut Läutete und die Menschenmassen zurück auf den großen Platz strömten. Die Mädchen drängten sich zusammen mit Valentin und Claude nach vorne auf das Podium und betrachteten die Prüflinge. Viele von ihnen kannten sie aus ein paar Vertretungsstunden die sie gegeben hatten, andere kannten sie, weil sie aus Adelsfamilien stammten.

Dann ging alles ganz schnell, das Tor wurde frei gegeben und die Prüferteams verschwanden innerhalb von Sekunden um ihre Plätze einzunehmen, dann wurden 15 Minuten später die Prüflinge los geschickt. Pride, Valentin und Claude teilten sich auf und legten sich auf die lauer, dann warteten sie. Das erste Team hatte ihren Hinterhalt erkannt, als sie das kleine Mädchen schon von weitem sahen. Es war ein bewusstloses Menschenkind das hier seine Dienste tat, sie würde erst wieder aufwachen, wenn alles vorbei war. Danach geschah nicht mehr.

 

++++++++++++

 

Kurz nachdem die Prüflinge und Prüfer verschwunden waren und die Menschenmassen sich auf dem Markt verteilt hatten geschah etwas, mit dem keiner in Alicante gerechnet hatte. Eine Wache hatte den Wächter des Kristallsterns Tod aufgefunden und der Kristallstern war fort, keiner konnte verstehen, wie so etwas geschehen konnte. Voller Verzweiflung eilten der oberste Admiral und seine engsten Vertrauten durch den großen Tor um dort den Kronprinzen zu empfangen.

„Sire, es tut uns leid, wir haben jeden Fleck abgesucht, der Kristallstern ist nirgends aufzuspüren.“ Eröffnete er die unerfreuliche Nachricht. Der Kronprinz blicke das erste mal in seinem Leben ernst auf seinen Admiral nieder. Der schlimmste Notfall war eingetreten, der Kristallstern, das Zeichen der Macht, war gestohlen worden und keiner wusste wo es war.

„Wir müssen die Prüfungen abbrechen, wir brauchen alle Leute die wir auftreiben können, ruft die Kinder des Kristallsterns zum Hof und seht zu, dass die Obersten der beiden anderen Welten Informiert werden, ich bin sicher das…“

„Regulus Caligo! Sire, Regulus Caligo und seine Dämonenarmee, sie brechen durch das Tor in die Welten ein!“ Der Bote überschlug sich beinahe als er vor dem Kronprinzen zum stehen kam. In diesem Moment wurde seine Befürchtung bestätigt. Mit den schnellsten Pferden eilten sie zurück zum großen Platz, auf dem bereits ein unerbittlicher Kampf ausgebrochen war, als Regulus den Kronprinzen erblickte rief er seine Armee allerdings zurück, Charles tat es ihm gleich.

„Wie kommt es zu diesem Unangekündigten Angriff, Regulus?“ fragte der Kronprinz ruhig und achtete auf alles was Regulus mit seinen zahlreichen Händen tat.

„Das weißt du genau Larvis, Obscuritas, einer der mächtigsten Dämonenfürsten ist im besitz eures Kristallsterns, eure Machtzeiten sind vorbei Larvis.“ Hallte die dunkle Stimme über den Platz und ein angsterfülltes Murmeln erfüllte ihn. Alle blicke waren auf den Kronprinzen gerichtet der immer noch eisern dastand.

 „Der Dämonenfürst Obscuritas.“ Sagte er dann monoton und blickte Regulus ungläubig an. Wenn man den Gerüchten glaubte, war Obscuritas ein Gestaltenwandler, was allerdings auch erklären würde wie er an den Wachen vorbeigekommen war. Seine Techniken sollen verheerend sein, aber da ihn nie jemand zu Gesicht bekommen hatte glaubte keiner an ihn. Konnte es also wirklich wahr sein, dass er existierte?

„Genau in diesem Moment wird er die Barriere eures Prüfungsgebiets zerbrechen und in der Menschenwelt Unterschlupf suchen, bis es soweit ist, dass der kalte Krieg beginnen kann.“ Donnerte Regulus los und die Dämonen brachen in wildes Geschrei aus. Die Schattenjäger standen regungslos vor dem Tor, während immer mehr Dämonen vorrückten und sich auf die Welten aufteilten.

„Das ist unser Ende.“ Bemerkte der Kronprinz monoton und blickte zu seiner Armee herüber. Sanitäter waren aufgetaucht und suchten den Platz nach weiteren Überlebenden ab, allerdings waren die meisten Tod.

„Sind die Prüfer und Prüflinge informiert?“

„Wir haben Charity geschickt.“ Informierte ihn der Admiral und blickte bestürzt auf den großen Platz.

„Wie soll es jetzt bloß weitergehen?“ fragte Larvis verzweifelt und ließ sich auf die Knie sinken.

„Wir bereiten uns vor und werden Kämpfen.“ Ertönte eine Stimme hinter ihm, Marcus, William und die anderen waren aufgetaucht und blickten ihn eindringlich an, „Wir haben zwar nie groß was genützt, aber wir können nicht kampflos aufgeben. Bis die Dämonen ihre Kräfte zurück erlang haben, die sich bei der Reise durch die Welten verbraucht haben wird es mindestens 2 Jahre dauern, die nutzen wir um alles vor zu bereiten, kampflos geben wir und nicht geschlagen.“ Sagte Marcus und half Charles wieder auf die Füße. Dieser nickte tapfer und klopfte seinem Freund auf die Schulter.

„Du hast Recht, ab nächste Woche beginnt das Training. Die Admirale werden dieses übernehmen.“ Sagte er zuversichtlich und wand sich an seinen Schreiber, der ein Flugblatt herausgeben sollte.

 

Währenddessen bahnte Charity sich einen Weg durch das dichte Gestrüpp, die Barriere war bereits durchbrochen, das hatte sie gespürt als die Dämonenkraft plötzlich so groß wurde, das musste Obscuritas gewesen sein. Sie hatte bereit viele der Gruppen gefunden, die meisten waren an den Treffpunkten zusammen gekommen die ausgemacht waren, falls es Komplikationen gab und viele wussten bereits was geschehen war. Es war nur noch eine Frage der Zeit gewesen bis den Dämonen ihr zweiter Sieg gegen die Schattenjäger gelang, sonst wären die Kinder des Kristallsterns nie geboren worden.

Sie seufzte als sie die verstärkte Dämonenaura vor sich spürte, sicher würde sie gleich in einen Kampf hinein geraten, dabei hatte sie das Kämpfen nie gelernt. Sie war nur zur Botin ausgebildet worden, und zwar zur schnellsten Botin in ganz Alicante. Schon in der Schule war sie wegen ihrer Schnelligkeit aufgefallen und da sie sich zum Kämpfen nie geeignet hatte, hatte man sie zur Botin ausgebildet. Viele Wichtige Aufträge hatte sie schon im Auftrag von Königen und Admirälen ausgeführt, aber dieser war wohl ihr wichtigster und auch ihr gefährlichster. Überall lauerten Dämonen und außer ihrer Aura aufzuspüren konnte sie nichts. Sie war schon an einigen Schlachtplätzen vorbei gekommen auf denen vereinzelte Schattenjäger gegen die zum Glück geschwächten Dämonen antraten. Sie hatte auch verletzte gesehen die scheinbar überrascht worden waren, die Verletzungen sahen schlimm aus, aber nicht Lebensgefährlich. Sie hoffte, dass sie hier niemanden verloren und tief im innersten hoffte sie, dass sie bald auf eines der Kristallstern Kinder zu treffen und kämpfen zu sehen. Es war der Kindheitstraum jedes Jungen und jedes Mädchens.

Je näher sie der Dämonenaura kam, desto stärker spurte sie, das auch andere Schattenjäger dort waren, mitten im Kampf. Ihr graute es vor dem Bild, doch auch ihnen würde sie die Nachricht überbringen müssen, ob sie wollte oder nicht. Das war der Nachteil ihres Jobs. Er war Lebensgefährlich und wurde nicht einmal gut bezahlt.

Seufzend verlangsamte sie ihr Tempo und war einen Blick auf die Lichtung vor sich, dort sah sie ein Mädchen und zwei Jungen gegen mehrere Dämonen kämpfen, das Mädchen hatte Eisblaue Strähnen in den Haaren und Charity brauchte nicht lange um zu erkennen, dass es Pride war, eine Tochter des Kristallsterns.

 

+++++++++++++++++

 

Nachdem eine weile nichts passiert war spürte Pride plötzlich eine starke dämonische Aura. Sofort gab sie den anderen ein Zeichen und wenige Sekunden später zerbarst die Barriere über ihren Köpfen und rieselte als feiner Staub auf sie nieder. Irritiert blickte Pride zu den anderen, dann wachte das kleine Menschenkind auf der Lichtung auf. Sie wirkte verschlafen und unsicher, immerhin hatte man sie aus dem Bett geholt und direkt hierher gebracht.

Vorsichtig sprang Pride vom Baum und trat aus dem Gebüsch auf die Lichtung, im selben Moment sprang ein Panter aus dem Gebüsch und packte das Mädchen an der Kehle. Ein letzte Schrei des Entsetzens drang aus der kleinen Kehle, erstickt von dem vielen Blut das in ihren Hals sprudelte, wenige Sekunden später war sie Tod. Erschrocken blickte Pride das schwarze Ungetüm an und stellte fest, dass es ein Dämon war. Die Aura die von ihm ausging war schwach, was wahrscheinlich daran lag, dass er durch das Tor gekommen war.

„Pride, pass auf!“ Valentin sprang aus dem Gebüsch neben ihr und riss sie von den Beinen, wenige Sekunden später stand ein zweiter Dämon genau da, wo sie vorher noch gestanden hatte. Seine Haut war schleimig und die Hitze die von ihm aus ging spürte Pride auch zwei Meter neben ihm noch deutlich. Claude tauchte neben den beiden auf und sie richtete sich wieder auf.

„Was passiert hier?“ fragte sie und blickte zu den vielen Dämonen die sich zu den anderen beiden gesellten.

„Ich habe keine Ahnung, aber das kann nichts Gutes bedeuten.“ Antwortete Claude ihr und zog sein Schwert, Valentin tat es ihm gleich. Vorsichtig zog Pride ein paar Chakrems aus ihrer Tasche und schleuderte sie hinter sich ins Gebüsch aus dem plötzlich drei weitere Dämonen sprangen.

„Verdammt.“ Fluchte Valentin und griff den ihm am nächsten stehenden an. Claude stürzte sich auf den dahinter und Pride kümmerte sich um die drei hinter ihnen. Mit ihrem langen Katana war es für sie leicht gegen die geschwächten Dämonen an zu kommen und es dauerte nicht lange bis sie tot waren, doch es wurden immer mehr anstatt weniger wie es ihr schien. Immer wenn einer besiegt war tauchte ein weiterer aus dem Gebüsch auf.

„Claude pass auf“

„Valentin, nein!“

Pride fuhr herum und sah grade noch wie der Dämon seinen Giftzahn in Valentin Schulter versenkte. Dieser brach unter dem Gewicht des Monsters zusammen. Claude stürzte auf den Dämon und zerteilte ihn, dann sank er neben Valentin ins Gras, der wie leblos da lag. Prides Augen weiteten sich, als sie Valentin so da liegen sah. Aus seiner Schulter sprudelte unaufhörlich Blut, das seine Kleidung und Claudes Hände in einem Tiefen rot verfärbte. Claude hatte den Zahn bereits heraus gezogen und versorge Valentin so gut er konnte. Pride blieb nichts anderes übrig, als sich um alle Dämonen alleine zu kümmern.

Sie holte tief Luft und ließ ihren Blick über die Wiese schweifen. Es standen noch vierzig Gegner aufrecht und drei waren bereits Verletzt.

„Im Namen des Kristallsterns von Alicante.“ Flüsterte sie dir Worte die sie im Traum schon so oft gehört hatte und schloss die Augen. Sie hörte die Worte in ihrem Kopf immer lauter werden und ein fast angenehmes Kribbeln in ihrer Bauchgegend, welches sie nicht zuordnen konnte. Noch einmal holte sie tief Luft und öffnete dann ihre Augen.

„Im Namen des Kristallsterns von Alicante stehe ich hier um für meine Freunde zu sterben!“ rief sie und eine Weller neuer Kraft brach über sie ein. Sie spürte das beben der Erde unter ihren Füßen und spürte die Kraft die durch ihren Körper pulsierte und jede Ecke zum Leben erweckte. Sie blickte rüber zu Claude der immer noch neben Valentin kniete und sie ungläubig anstarrte, dann hob sie ihr Katana und stürzte sich auf die Schar von Dämonen. Einen nach dem anderen zerteilte sie oder stach sie nieder, solange bis keiner von ihnen mehr stand, dann steckte sie ihr Katana zurück und Schritt elegant zwischen den Leichen hindurch auf Valentin und Claude zu. Valentin war immer noch bewusstlos und sein Atmen ging flach. Sie kniete sich neben ihm nieder und legte ihre Hand auf seine Stirn.

„Valentin…“ flüsterte sie und blickte auf zu Claude der traurig zur Seite blickte.

„Valentin.“ Flüsterte sie erneut und strich ihm sanft über die Wange, „Valentin, hörst du mich?“ fragte sie leide und spürte die Tränen die sich in ihren Augenwinkeln sammelten. Sie wollte Valentin nicht verlieren, er war ihr längster und engster Freund, wenn er hier sterben würde, dann würde sie sich dass nie verzeihen. Aus ihrer Tasche zog sie ein kleines Fläschchen mit einem Serum, das ihm hoffentlich helfen würde. Vorsichtig bettete sie seinen Kopf auf ihren Knien und flößte ihm ein paar Tropfen ein, dann saßen sie und Claude einfach nur da und warteten.

 

Diese Chance nutzte Charity. Sie wusste, dass es taktlos war einfach so dazwischen zu platzen, wenn ein Kamerad am sterben war, aber sie musste ihnen dringend die Nachricht überbringen und dann musste sie weiter. Die Ereignisse von Grade würde sie aber nie vergessen, sie hatte gesehen wie eine Tochter des Kristallsterns auf ihr Macht zurück griff um ihre Freunde zu retten, ein Bild dass sich nicht jedem bot. Schnell verließ sie ihr versteck und stürmte auf die Wiese. Claude erblickte sie und trat ihr in den Weg.

„Was willst du?“ fragte er finster und blickte sie wütend an.

„Ich soll euch diese Nachricht überbringen: Der Kristallstern von Alicante ist in der Gewalt der Dämonen, in zwei Jahren wird der kalte Krieg beginnen, alle verfügbaren Kräfte und die Kinder des Kristallsterns von Alicante werden gebeten zum Hof zu kommen, Verletzte sollen zurück gelassen werden, die Sanitäter werden sich später um sie kümmern.“ Beendete sie die Nachricht des Admirals. Claude starrte sie nun noch finsterer an als zuvor und Charity war sich sicher, dass sie den Teil mit den Verletzten lieber hätte weg lassen sollen. Sie blickte Claude vorsichtig an und duckte sich dann um den Rückzug an zu treten.

„Sag dem Admiral wir kommen erst wenn Valentin versorgt ist.“ Sagte er dann und wand sich ab und zurück zu Pride und Valentin zu gehen. Pride hatte mittlerweile wieder ihre Augen geschlossen und suchte nach etwas, was Valentin helfen konnte. Sie suchte tief in ihrem inneren, sodass sie die Dämonen Aura zu spät bemerkte und Claude zu spät reagieren konnte. Charity wurde von den Füßen gerissen und spürte nur noch die scharfen Krallen, die in ihren Brustkorb drangen. Als sie Aufkam körte sie das brechen ihrer Knochen und spürte den Schmerz in ihrer linken Brusthälfte nur noch kurz, bevor ihr Atem versiegte. Eine gebrochene Rippe hatte sich in ihr Herz gebohrt und einen schnellen Tod veranlasst. Claude war aufgesprungen und hatte dem Tier sein Schwert durch den Rücken gejagt. Ein kurzes Aufheulen erfüllte die Gegend, dann brach der Dämon zusammen und begrub Charity Leichnam unter sich.

Pride blickte auf den schlangen Arm der unter dem Ungeheuer drunter her schaute und schüttelte den Kopf. Sie konnte keine Trauer empfinden, sie wusste, dass jetzt die falsche zeit dazu waren. Alarmstufe schwarz war ausgerufen worden und der Kristallstern von Alicante war im Besitz der Dämonen, außerdem war ihr bester Freund im begriff in ihren Armen zu sterben, wenn ihr nichts einfiel. Wieder suchte sie tief im inneren nach einer Antwort und diesmal bekam sie sie auch.

„Benutze deine Kraft Pride, dazu hast du sie.“ Pride nickte, dann konzentrierte sie sich wieder auf die Worte von Eben. Sie legte ihre Hände auf Valentins Brustkorb und spürte wie die Kraft durch ihre Hände in seinen Körper dran und hindurch strömte. Aus seiner wunde lief nun ein grüner klebriger Saft anstatt des roten Blutes und Claude ging davon aus, dass es das Dämonengift war. Nachdem wieder rotes Blut aus der Wunde sprudelte versorgten sie es mit Verbänden und Kräutern und warteten bis er aufwachte.

Als Valentin die Augen öffnete war das erste was er sah Pride lange Haar. Vorsichtig griff er danach.

„Aua.“ Pride drehte sich erschrocken um und blickte in Valentins grinsendes Gesicht. Claude hob seine Augenbraue, begann dann aber ebenfalls zu grinsen.

„Man tut meine Schulter weh.“ Stellte Valentin fest nachdem er sich mühsam aufgerichtet hatte und jetzt gegen Claude gelehnt da saß.

„War auch ein ganz schön dickes Vieh was sich da erwischt hat:“ stellte Claude nüchtern fest und grinste.

„Danke Pride, du hast mir das Leben gerettet.“ Sagte Valentin und drückte sanft ihr Hand.

„Nicht der rede wert, wir sind doch immer für einander da.“ Sagte sie und grinste. Valentin und Claude grinsten ebenfalls, dann viel Pride den beiden um den Hals.

„Versprecht mir, dass ihr so was nicht noch mal macht.“ Hauchte sie und gab den beiden einen Kuss auf die Wange. Die beiden lächelten nur, nickten dann aber.

 

„Pride, Valentin, Claude, Gott sei dank ihr lebt.“ Scilence stürmte aus dem Gebüsch auf sie zu und viel Pride um den Hals. Pride lächelte und drückte sie sanft von sich.

„Was hast du denn gedacht?“ fragte sie und lächelte.

„Ich weiß es nicht, aber Pride, war das vorhin die Kraft des Kristallsterns die ich gespürt habe?“ fragte Sci sie ernst. Pride nickte, zunächst hatte sie nicht zuordnen können woher die Kraft kam, doch jetzt war sie sich ganz sicher. Sci strahlte übers ganze Gesicht.

„Wenn die anderen weiter Trainieren haben wir bald eine Chance gegen die Dämonen, leider haben wir nur 2 Jahre Zeit.“ Sagte sie und blickte traurig zur Seite. Sie alle wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit sein würde, grade für Faith und Grace.

„Ihr schafft das, das weiß ich.“ Sagte Claude und legte Sci seine Hand auf die Schulter. Sie lächelte ihm kurz zu, dann stand sie auf.

„Jetzt müssen wir aber schnell zu den anderen, sie haben sich alle Sorgen gemacht. Wo ist Charity eigentlich?“ fragte sie und blickte umher, „Eigentlich hätte Charity schon lange zurück sein müssen.“

„Sie ist tot.“ Sagte Pride bedauernd und deutete auf den Arm unter dem Leichnam des Dämons. Sci blickte lange auf den Leichnam, bis sie den Kopf weg drehte und verlangte sofort zu gehen. Pride und Claude halfen Valentin auf und stützten ihn den Weg zurück zum Tor. Vor dem Tor standen die anderen versammelt und atmeten erleichtert auf, als sie Sci und Pride erblickten. Envy kam ihnen sofort entgegen und betrachtete erschrocken Valentins Wunde, dann ließ sie sich von Claude die Geschehnisse erzählen, währen Pride und Sci Valentin zum Sanitäter brachten. Im Zelt wurden sie raus geschickt während Valentin behandelt wurde und viele nutzten diese Chance um Pride auf den seltsamen Kraftfluss anzusprechen. Envy blickte sie zunächst ungläubig an, dann lächelte sie.

„Dann muss ich wohl mehr trainieren.“ Sagte sie und ging davon um für alle was zu trinken zu besorgen.

Claude hatte es sich auf einem Stuhl bequem gemacht als Pride zurück zum Feldzelt kam und sie machte es sich auf seinem Schoß bequem währen sie auf Valentin warteten. Sci und Envy stießen bald zu ihnen und Sci beobachtete Pride und Claude mir einem kleinen stich von Neid. Sie mochte Claude, schon lange, sie hatte es aber nie jemanden anvertraut, nicht einmal Pride oder Envy. Pride erwischte Sci als sie ihnen wieder einen verräterischen Blick zu warf und lächelte als Sci ertappt zur Seite blickte.

„Ich könnt jetzt zu ihm“ eröffnete die Sanitäterin ihn dann endlich nach einer Stunde Wartezeit und Pride war die erste, die aufgesprungen war. „Einzeln, bitte.“ Enttäuscht blickte Pride die Frau an, sah jedoch ein, dass zu viel Unruhe sicher zu viel für ihn war.

„Geh du zu erst.“ Sagte Claude und ließ sich wieder auf den Stuhl nieder, auf den Sci sich grade setzen wollte. Beinahe hätte er sich auf ihren Schoß gesetzt und Pride konnte sich ein lachen nur schwer unterdrücken. Claude war peinlich berührt zur Seite gesprungen und Sci war rot angelaufen. Envy konnte sich vor lachen kaum halten und selbst die Sanitäterin schmunzelte über die beiden. Pride nickte Claude dankbar zu und verschwand dann im Zelt. Drinnen war es ziemlich düster, aber kühl und überall roch es nach Desinfektionsmittel.

„Valentin?“ fragte sie leide als sie sich ans Bett gesetzt hatte. Er blickte sie verschlafen an und lächelte.

„Endlich netter Besuch.“ Sagte er und gähnte ausgiebig. Pride lächelte und strich ihm eine wirre Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Hast du noch schmerzen?“ fragte sie und blickte zu seiner Schulter. Er schüttelte den Kopf und hob vorsichtig seinen Arm.

„Alles wieder in Ordnung.“ Versicherte er und lächelte als Pride seine Hand nahm und sanft drückte.

„Du hast mit einen ganz schönen schrecken eingejagt.“ Gab sie zu und blickte ihn ernst an. Er strich mit seinem Daumen über ihr Hand und lächelte.

„Mich kriegt so schnell nichts kaputt.“ Beteuerte er und versuchte sich auf zu setzen. Die Krankenschwester kam und drückte ihn behutsam zurück ins Kissen.

„Du wirst noch eine halbe Stunde warten müssen, dann lassen die Medikamente nach.“ Sagte sie und lächelte Pride freundlich zu.

„Da hat ihr Freund noch mal glück gehabt.“ Sagte sie und eilte weiter zum nächsten Patienten. Pride war still geworden und musterte Valentin lange.

„Nun ja, ich geh dann mal wieder, Claude will auch noch unbedingt zu dir.“ Sagte sie und stand auf, doch Valentin hielt ihre Hand fest.

„Warte Pride, schön dich mal wieder für längere Zeit alleine gesehen zu haben.“, Sagte er und sie merkte dass er zögerte. Sie blickte ihn erwartungsvoll an, doch er blieb still.

„Bis später.“ Flüsterte sie dann und warf ihm einen Handkuss zu, dann verschwand sie nach draußen um Claude rein zu lassen. Die anderen blickte sie erwartungsvoll an, doch sie hatte es eilig in den Wald zu kommen. Irritiert schauten die anderen ihr nach.

„Scheinbar hat er es ihr immer noch nicht gesagt:“ stellte Envy fest.

„Sie steht aber auch nicht zu ihren Gefühlen.“ Bemerkte Glory.

„Die beiden wollen es beide, sind aber beide zu Stolz um es sich ein zu gestehen.“ Sagte Faith und die anderen nickten zustimmend.

 

Eine Stunde später kam Pride endlich zurück. Valentin saß draußen auf de Stuhl, auf dem Claude zuvor gesessen hatte. Sein Gesicht hatte wieder Farbe bekommen und die anderen schienen trotz der schrecklichen Nachricht wieder besser gelaunt zu sein.

„Okay, wir können zurück:“ eröffnete Sci ihnen als Pride es sich vor Valentin gemütlich gemacht hatte und sich an seine Beine gelehnt hatte. Claude hatte seinen Kopf auf ihren Oberschenkel gelegt und blickte Sci von unten an. Sci warf ihm einen kurzen Blick zu, dann konzentrierte sie sich wieder voll auf das was sie sagen wollte.

„Das Tor schließt in einer Stunde wieder und für heute Abend lässt der Kronprinz uns alle zum Hof rufen.“ Sagte sie und half Envy auf die Beine die ihr ihre Hand hinhielt. Auch Claude richtete sich auf und half Pride auf die Beine. Valentin zog sich an Pride hoch und ließ sich von ihr und Claude stützen, da er immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen war.

Gemeinsam passierten sie das Tor und teilten sich am großen Platz auf. Envy, Glory, Faith, Grace und Scilence gingen zurück zum Wohnheim, währen Pride, Claude und Valentin sich auf machten Prides Elternhaus, wo sie von ihrem Vater James und ihrer Mutter Gwen bereits erwartet wurden.

„Gott sei dank ist euch nichts passiert Kinder.“ Rief Gwen ihnen entgegen und schloss sie in die Arme.

„Valentin, was ist mit deinem Arm passiert?“ fragte James und blickte auf den Verband.

„Halb so schlimm Master Montreal.“ Versicherte Valentin doch Gwen warf ihm sofort einen besorgten Blick zu und verlangte es sich noch einmal ansehen zu dürfen, nur zur Sicherheit. Pride verdrehte die Augen, sagte jedoch nichts und ließ sich von ihren Eltern ins Esszimmer führen. Der Tisch war für sie alle gedeckt und plötzlich merkte Pride was für einen Hunger sie hatte. Gierig stürzte sie sich mit den anderen auf das Essen und schlug wie die anderen zufrieden fest stellten endlich mal wieder richtig zu. Nach dem essen ging sie dann duschen und zog sich frische Kleider an. Da ihre Familie von hohem stand war verlangte ihre Mutter, dass sie zu Hause ein Kleid trug, weswegen sie sich für ein Dunkelblaues entschied, was gut zu ihren Haaren passte. Als sie nach unten kam saßen die anderen Mädchen bereits im Wintergarten, zusammen mit Claude, James, Valentin und Gwen. Auch die anderen Mädchen trugen Kleider, die sich wahrscheinlich von Gwen genäht bekommen hatten wie Pride vermutete. Valentin und Claude trugen Sachen, die für ihren Vater üblich waren und sie kam sich fast vor wie am Königlichen Hof. Vorsichtig stiegt sie über Atoc, ihren Schäferhund, hinweg und setzte sich zu Valentin, der alleine auf dem Sofa saß. Sci saß neben Claude auf dem Sessel und die anderen hatten es sich auf den anderen Sofas oder Sesseln bequem gemacht.

„Es ist schrecklich, was passier ist und in dieser Zeit müssen wir alle zusammen halten. Das wichtigste ist, dass wir nicht in Panik verfallen und jetzt alles tun, was wir tun können. Der König wollte uns eigentlich heute Abend zum Hof einladen, allerdings muss er mit den Admirälen einiges besprechen für den zukünftigen Trainingsplan. Ihr werdet nun alle unter meiner Aufsicht trainiert und Gwen wird sich um euer Leibliches wohl kümmern. Ihr bekommt das Gasthaus unseres Hofes zur Verfügung gestellt und Pride, Valentin und Claude können natürlich ihre Zimmer im Haus beziehen.“ Begann er und blickte in die runde. Die anderen schienen erfreut und auch Pride freute sich wieder eine weile zu Hause zu wohnen, auch wenn das bedeutete unter der ständigen Aufsicht ihrer Eltern zu sein, die besonders alles beobachteten, was zwischen ihr und den Jungs passierte, da ihr Vater fest der Meinung war, das einer der beiden später einmal sein Schwiegersohn werden würde.

 

Es war bereits sieben Uhr und gemeinsam wechselte die kleine Gruppe in das große Esszimmer, wo bereits das Essen aufgetischt war. Schweigend begannen alle ihre Teller zu füllen und zu leeren. Sarina, eine der Dienerinnen, räumte den Tisch später ab und tischte einen der Teuren Weine auf, den James sammelte. Für Grace, Faith und Glory gab es O-Saft und Wasser, der Rest bekam ein Glas Wein eingeschenkt. Die Stimmung am Tisch wurde von Glas zu glas heiterer und bevor es zu locker wurde begleitete Gwen die drei jüngeren auf ihre Zimmer. Als sie zurück kam hatte James bereits eine alte Platte aufgelegt und Claude und Scilence tanzten langsam zur Melodie. Lächelnd hielt James seiner Frau den Arm hin und führte sie auf die Tanzfläche um sich Scilence und Claude an zu schließen. Envy, Pride und Valentin beobachteten die beiden tanzenden Pärchen und Pride lächelte zufrieden als sie sah, wie glücklich Sci aussah.

„Jetzt erzähl Pride, wie war es, als du die Kraft endlich gefunden hast.“ Drängelte Envy und blickte sie erwartungsvoll an.

„Es war unglaublich und ein völlig befremdendes Gefühl. Einfach großartig.“ Sagte sie und versuchte die passenden Worte zu finden um es besser zu beschreiben. Doch Envy schien genug gehört zu haben, denn  das Lied wechselte und sie wollte unbedingt tanzen. Auffordernd blickte sie Valentin an, dieser warf Pride einen unsicheren Blick zu, diese nickte nur und er folgte Envy auf die Tanzfläche. Claude kam mit Sci auf sie zu und hielt ihr die Hand hin.

„Darf ich bitten Fräulein Montreal?“ fragte er Gentlemanlike und schenkte ihr ein charmantes lächeln. Pride schmunzelte und nahm seine Hand.

„Aber gerne doch Monsieur Darvid.“ Sagte sie und ließ sich von ihm auf die Fläche führen. Es war ein flotter Swing und die Pärchen fegten über die Tanzfläche. Scilence verfolgte Claude und Pride die ganze zeit mit ihrem Blick und stellte fest, dass die beiden wirklich nur gute Freunde waren, die viel Spaß zusammen hatten. Sie grinste als Claude sie mit viel zu viel Schwung drehte und es so aussah, als wenn sie ihr Gleichgewicht verlieren würde. Auch James und Gwen hatten viel Spaß am tanzen und legten ein flottes Solo hin währen die anderen begeistert klatschten. Auch die Diener und Dienerinnen hatten sich dem bunten Abend angeschlossen, von der Notsituation die herrschte war an diesem Abend im Haus der Montreals nicht viel zu merken. Die Stimmung war ausgelassen und alle hatten ihren Spaß. Scilence wurde mehrere male von Claude zum tanzen aufgefordert und nachdem Envy einen der gut aussehenden Stalljungen verführt hatte, konnte Pride endlich mit Valentin tanzen. Sie musste zwar ein wenig Rücksicht nehmen wegen seiner Schulter, doch sie tanzten vorwiegend Walzer zusammen, was auch Pride nach Claudes schwungvollen Swing lieber war. Zufrieden wiegte sie mit Valentin durch den Saal und genoss die beruhigende Musik.

Spät am Abend verklang dann das letzte Lied und alle begaben sich müde auf ihre Zimmer. Envy ging mit Sci zusammen in das Gästehaus und Pride, Claude und Valentin machten sich auf in Prides großes Schlafzimmer wo Gwen bereits zwei weitere Betten hatte aufstellen lassen, als sie noch klein waren, weil die beiden Jungen fast jedes Wochenende bei ihnen geschlafen hatten. Seufzend ließ Pride ihr Kleid von den Schultern gleiten und zog ihr Seidennachthemd über, ungerührt von den Blicken die Valentin und Claude ihr zu warfen.

„Ich habt doch wohl schon mehr als ein Mädchen halb nackt gesehen.“ Neckte sie und verschwand in ihrem kleinen Bad um sich ein wenig frisch zu machen, dann kehre sie in ihr Zimmer zurück und kroch in ihr großes Himmelbett. Valentin und Claude lagen bereit in den Betten und hatten die Augen geschlossen als Pride das Licht löschte und ihnen eine gute Nacht wünschte. Gwen und James warfen noch einen kurzen Blick in das Zimmer ihrer Tochter und wünschten den dreien eine gute Nacht, dann war es still im Haus.

7.5.09 22:40
 


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