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Kapitel 3 - Die Kinder des Kristallsterns - Envy

Am nächsten Morgen war Envy die erste, die wach wurde. Schnell sprang sie unter die Dusche im Gasthaus und zog sich passende Kleidung fürs Training an. Sie wusste, dass der Vater von Pride auf vernünftige Kleidung bestand, weswegen sie nur ein paar ihrer knappen Röcke und Kleider eingepackt hatte, jetzt trug sie eine dreiviertel lange Jeans und dazu ein lila Top und Lila Chucks. Ihre Haare band sie zurück und betrachtete sich zufrieden im Spiegel, dann beschloss sie eine runde joggen zu gehen um sich auf zu wärmen.

Draußen traf sie den Stalljungen von gestern Abend, John hieß er, der ihr fröhlich zu winkte. Sie winkte zurück und verließ dann das Grundstück um in Richtung Wohnheim zu joggen. Seufzend setzte sie sich in Bewegung, dafür dass es noch ziemlich früh am Morgen war, war die Luft sehr schwül und es war kein sehr angenehmes Laufen. Sie joggte ein paar Kilometer und entschloss sich dann hintenrum über den Feldweg zurück zu joggen.

Als sie am Garten des Montreal Anwesens ankam waren Scilence, Pride und die anderen auch bereits wach und am Aufwärmen. Interessiert beobachtete Envy wie Scilence sich angeregt mit Claude über etwas unterhielt, scheinbar schien sie ihm endlich näher zu kommen. Sie biss sich auf die Lippe, es gab eine Zeit, da waren nur Pride und sie zusammen rum gezogen, da hatte sie sich Hals über Kopf in Claude verliebt, doch es war nie was draus geworden, weil Claude ihre überhebliche Art nicht leiden konnte, seit dem hatte sie sich extrem verändert.

„Na endlich, wir dachten schon du kommst gar nicht mehr.“ Rief Grace und öffnete ihr das Tor von innen. Envy nickte ihr danken zu und begann sich zu dehnen, dabei beobachtete sie die anderen. Pride machte Partner Übungen mit ihrem Vater, Sci trainierte mit Claude, Grace und Glory kämpften gegeneinander und Faith saß wie immer über ein Buch gebeugt auf der Wiese. Eigentlich hatte sie gehofft gegen Pride antreten zu können oder ein wenig Unterricht von ihrem Vater zu bekommen, doch jetzt musste sie sich wohl erst mit Faith begnügen. Valentin hatte sich am Rand des Platzes nieder gelassen und beobachtete interessiert das geschehen dort. Eigentlich fand Envy Valentin ganz anzüglich, oder wie ihre Schwester gerne sagte auch auszüglich, aber sie empfand nichts für ihn, ganz anders war es gestern bei John gewesen. Lange hatte sie sich nicht mehr so verwirrt gefühlt wie gestern. Es war so nett zu ihr gewesen und hatte ihr eine Menge Aufmerksamkeit geschenkt. Er hatte sie kein Mal unterbrochen, als sie ihm von ihren Eltern erzählt hatte. Eigentlich mochte sie ihre Eltern, aber manchmal waren sie einfach nur nervig. Sie wollten, dass Envy alles schaffte was sie wollte und unterstützten sie wo sie konnten, aber dennoch war sie immer nur die zweitbeste. Nie wurde sie so gelobt wie Pride. Das störte sie ein wenig, auch wenn sie nicht wusste warum. John hatte daraufhin nur gelächelt und gesagt, dass es daran läge, das Pride deswegen mehr Aufmerksamkeit von anderen bekam. Im ersten Moment war sie wüten gewesen, im nächsten musste sie sich jedoch eingestehen, dass er recht hatte.

Danach hatten sie noch viel getanzt, bis beide so müde waren, dass sie sich verabschiedet hatten, nicht großartiges, eine einfache Umarmung, kein Kuss oder ähnliches, und sich ihre Wege getrennt hatten. Als er ihr heute Morgen begegnet war und sie gegrüßt hatte, hatte ihr Herz vor Freude einen kleinen Sprung gemacht und sie hatte es eilig davon zu kommen. Solche Gefühle war sie nicht mehr gewohnt und sie hatte immer Angst davor gehabt, grade weil es sich bei diesem Jungen um einen Stalljungen handelte, ihr Vater war Kaufmann und damit vom Stand her höher, er würde eine Beziehung der beiden sicher nicht erlauben.

„Envy? Hörst du überhaupt zu? Vater will mit dir trainieren.“ Pride stand vor ihr und fuchtelte vor ihrer Nase herum. Sie blickte Pride irritiert an, dann nickte sie und ging an ihr vorbei zu James Montreal.

„Okay Envy, dann zeig mal was du drauf hast.“ Sagte er und nahm eine Hellebarde von der Wand des Herrenhauses. Envy zog ihre Chakrems und begann ihnen Leben ein zu hauchen, dann legte sie los. Mit geschickten Bewegungen sprang sie ein paar Schritte zurück, täuschte an und warf dann Sekunden schnell auf einem anderen Winkel. Pride kannte diesen Trick nur zu gut, doch ihr Vater sah erstaunt aus und hatte Mühe die Chakrems ab zuwehren. Envy grinste, auch Prides Vater grinste.

„Gut, weiter so, das ist ein Interessanter zug.“ Sagte er und ging in Angriffsposition, jetzt würde er richtig los legen, da war Pride sich sicher. Sie gesellte sich zu Valentin und beobachtete mit ihm zusammen gespannt das Training der beiden.

Envy gab sich alle Mühe und benutzte die besten Techniken die sie kannte. Einmal schaffte sie es James einen Kratzer am Arm zu verpassen, allerdings blieb es dabei. James dagegen landete währen des Trainings kein Treffer und Envy war hoch zu frieden. Auch James war zufrieden und lobte sie ausgiebig.

„Klasse, du hast gut Trainiert, sicherlich wirst du auch bald gebrauch von der Kraft machen können.“ Sagte er und klopfte ihr auf die Schulter. Envy lächelte, dass war das zweite mal dass sie Aufmerksamkeit von jemandem bekam und diesmal war es noch ein Lob dazu, auch noch von Prides Vater, der als besonders streng galt. Pride lächelte ihr freundlich zu und Envy verabschiedete sich von ihnen um duschen zu gehen.

 

Auf dem Weg zum Duschraum traf Envy erneut auf John der grade Wasser für die Pferde holte. Als er Envy von weitem sah blieb er stehen und stellte die Eimer ab um ihr zu zuwinken. Envy bog von der Verander ab und lief auf ihn zu. Sie blickte auf seinen frei liegenden Oberkörper der ziemlich Muskulös und sonnen gebräunt war. Sie lächelte dem Blonden zu.

„Na, wie geht’s dir?“ fragte er und hob die Eimer wieder hoch.

„Gut, und dir?“ Envy betrachtete die Randvollen Eimer und schätzte dass es ziemlich Muskeln gab wenn man sie jeden Tag vom Brunnen bis in den Stall schleppen musste,

„Auch, ich hab euer Training grade gesehen, wirklich erstaunlich wie gut du mit den Chakrems umgehen kannst.“

Envy lächelte zurückhaltend, John aber lächelte sie offen an.

„Und, für heute Abend schon was vor?“ fragte er.

„Nein, für heute Abend noch nicht.“ Sagte sie und wand ihren Blick von ihm ab um nicht noch irgendwas Dummes zu sagen. Sie fühlte sich plötzlich gar nicht mehr so selbstsicher wie sonst.

„Sehr schon, hat die gnädige Dame denn dann ein wenig Zeit für einen einfachen Pferdeknecht?“ fragte er vergnügte und sah sie mir seinen unverschämt blauen Augen an. Envy spürte, wie ihr Gesicht heißt wurde, hoffentlich wurde sie nicht rot.

„A…aber natürlich.“ Stammelte sie und blickte auf den Boden.

„Sehr schön, dann sehen wir uns heute Abend um acht Uhr am Tor, normale Kleidung reicht.“ Sagte er vergnügt und lief dann in Richtung Stall davon. Envy blieb noch eine Weile stehen und blickte ihm nach, bis er um die Ecke verschwunden war, dann setzte sie ihren Weg zur Dusche fort. Unter der dusche wusch sie ihren Körper besonders Ordentlich um auch jede Spur des Training fort zu waschen, dann zog sie wieder eine enge dreiviertel Jeans an und dazu ein gelbes Top und gelbe Chucks. Um den Hals legte sie sich eine gelbe Perlenkette und ihre Haare steckte sie mit ein paar gelben Klämmerchen zurück. Sie war einen letzten Blick in den Spiegel und beschloss sich heute nicht zu schminken, außer ein wenig Kajal, dann war sie fertig und verließ das Gasthaus um den anderen weiter zu zusehen.

Pride schien auch fertig zu sein als sie zum Trainingsplatz kam, sie saß wieder neben Valentin, diesmal jedoch um einiges dreckiger. Scilence Trainierte grade mit Faith ein wenig und Glory und Grace lernten neue Techniken von Prides Vater. Envy ließ sich zufrieden neben Pride und Valentin nieder.

„Wieso guckt du so über Glücklich?“ fragte Pride und musterte sie neugierig. Envy schwieg. Sie würde ihrer Freundin noch verraten wieso sie so grinste, aber erst Später. Sie gab ihr ein Zeichen und Pride verstand. Sie wand sich wieder an Valentin und Claude, der grade dazu gestoßen war.  Envy beobachtete noch eine Weile was Grace und Glory lernten, dann wurden sie zum Mittagessen gerufen. Scilence und Faith würden nach dem Mittagessen weiter Trainieren, die anderen hatten danach Freizeit. Gwen hatte genaue Zeiten für das Training festgelegt, damit keiner Überarbeitet wurde und James hielt sich seiner Frau zu Liebe genau daran. Pride ließ sich beim Mittagessen abmelden, da sie lieber erst duschen wollte, was Valentin mit einem knurren quittierte, weil er es nicht leiden konnte wenn sie nicht aß. Auch Claude zog eine Augenbraue hoch als Pride sie darum bat, aber sie versicherte danach auf jeden Fall noch was zu essen. Envy beobachtet wie Pride über die Verander rannte und in der Trainingsdusche verschwand, eine halbe Stunde Später tauchte sie mit nassen haaren und frischer Kleidung beim Essen auf. Valentin und Claude nickten zufrieden und Gwen lächelte, als sie sah wie ihre Tochter zu schlug. Auch Envy lächelte über Prides plötzlichen Hunger, vielleicht hatte ihr auch einfach die Küche ihrer Mutter gefehlt, oder der Druck ihres Vaters war zu hoch.

„Ach ja, Envy, deine Eltern hatten sich vorhin gemeldet, du sollst heute bitte einmal kurz zu Hause vorbei schauen. Deine Schwester erwartet ein Kind.“ Sagte Gwen und Envy lächelte. Endlich hatte sich Gwyns Traum erfüllt. Sie hatte sich schon immer ein Kind gewünscht, doch ihr Mann Ty hatte nie eins gewollt, scheinbar hatte er sich um entschieden, wie Envy allerdings fand, zur falschen Zeit, denn in zwei Jahren würde der kalte Krieg statt finden, es wäre schrecklich wenn dem Kind dort etwas zustoßen würde.

„Hat sie gesagt wann?“ fragte sie, doch Gwen schüttelte nur den Kopf, daraufhin beschloss sie direkt nach dem Mittagessen nach Hause zu gehen, dann wäre sie pünktlich zum Abend zurück.

„Du kannst Lanzelott nehmen.“ Schlug Pride vor und lächelte. Dankbar nickte Envy ihr zu. Lanzelott hatte sie früher schon immer geritten. Sie liebte dieses Pferd als wäre es ihr eigenes und das wusste Pride genau.

„Genau, der Dicke muss unbedingt mal wieder bewegt werden.“ Stimmte Gwen ihr zu und Pride lachte.

„So dick ist er gar nicht.“ Nahm Envy ihn in Schutz, musste aber auch lachen.

 

Nach dem essen gingen alle getrennte Wege, Pride entschloss etwas mit Balthasar aus zu reiten und die Jungs wollten in die Stadt etwas über das Dorffest morgen raus finden. Obwohl die Stadt in höchster Alarmbereitschaft war hatte der Kronprinz befohlen das Dorffest trotzdem stattfinden zu lassen. Viele waren erst Skeptisch gewesen über diese Entscheidung, doch am Ende waren dich alle einig, dass es nichts brachte Trübsaal zu blasen. Der Kristallstern war in der Menschenwelt leider unauffindbar und die Dämonen schienen einen Weg gefunden haben um sich in den Welten versteckt zu halten. In allen drei Welten hatte man Vorbereitungen für mögliche Angriffe getroffen, aber es blieb vorerst ruhig. Scilence und Faith mussten wieder zum Training antreten und Glory und Grace gingen Shoppen und ihre Eltern besuchen. Envy betrat den Stall erst nachdem Pride los geritten war und traf dort direkt wieder auf John.

„Na dich trifft man ja heute oft.“ Stellte er fest und grinste. Envy lächelte kurz und ging zu Lanzelotts Box. Der Braune stand friedlich kauend da und blickte sie aus seinen großen treuen Augen an. Si lächelte als sie ihn sah und ging in die Box um ihn zu streicheln, was das Pferd sich gerne gefallen ließ.

„Den Dicken willst du reiten?“ fragte John und tauchte mit einem Halfter hinter ihr auf, welches sie ihm abnahm um ihn auf zu halftern, dann führte sie ihn aus der Box und band ihm zum Putzen an. John holte Sattel und Trense aus der Sattelkammer und hängte sie über den Bock, dann beobachtete er Envy, wie sie sorgfältig den Dreck aus Lanzelotts Fell bürstete. Das Pferd schnaubte zufrieden und ließ sich brav den Sattel auflegen. Dann gab sie ihm eine Karotte und danach nahm er sogar freiwillig das Gebiss ins Maul.

„Dann viel Spaß beim Ausreiten junge Dame und brecht euch nichts.“ Sagte John als er ihr beim Aufsteigen half und sie aus dem Stall führte.

„Danke und keine Sorge, Lanzelott und ich sind alte Freunde.“ Sagte sie und trieb das Pferd vorsichtig an, sodass es sich in Bewegung setzte. John blickte Reiter und Pferd eine Weile nach, dann brachte er die anderen Pferde auf die Weide und begann die Boxe aus zu misten.

 

Envy nahm den kürzesten Weg über die Felder und erreichte das Haus ihrer Eltern schon eine Stunde Später, obwohl es am anderen Ende der Stadt von Montreal auslag. Sie sah ihre Eltern schon von weitem, sie saßen auf der Verander und erwarteten sie bereits.

„Hallo Envy mein Schatz.“ Ihre Mutter kam ihr entgegen und nahm ihr das Pferd ab, nachdem Envy abgestiegen war. Louis, der Stallknecht, brachte den Braunen in den Stall wo er Wasser und ein wenig Futter bekam und Envy wurde in die Küche geführt, dort saß ihre Schwester Gwyn, der man bereits ansah, dass sie unter anderen umständen war. Ihr bauch wölbte sich sanft unter ihrem langen Gewandt.

„Envy, schön dich mal wieder zu sehen. Wir wollten dich unbedingt mal wieder sehen und die die Frohe Botschaft überbringen.“ Sagte Gwyn und deutete auf ihren Bauch.

„Ich habe es bereits von Gwen Montreal erfahren.“ Sagte Envy und ließ sich auf ihrem Platz am Tisch nieder. Auch Ty und ihr Vater saßen am Tisch.

„Und wie kommt dein Training voran?“ fragte Ty und blickte auf den Gürtel mit Chakrems den Envy immer bei sich trug.

„Sehr gut, ich bekomme jetzt bei James Montreal persönlich Training.“ Sagte sie und lächelte. Ihre Mutter legte ihr die Hände auf die Schultern und ihr Vater lächelte ihr ebenfalls zu.

„Ihr bereitet euch auch gut auf den kalten krieg vor?“ fragte ihre Mutter und blickte sie ernst an. Envy nickte.

„Pride kann bereit auf ihre Kräfte zugreifen, auch wenn sie den Umgang noch ein wenig Trainieren kann, wenn ich weiter Übe bin ich die Nächste.“ Sagte sie und ihre Eltern nickten zuversichtlich.

„Pass ja gut auf die auf Envy, du sollst immerhin die Patin werden.“ Envy blickte ihre Schwester überrascht an und strahlte dann übers ganze Gesicht.

„Was wir es denn?“ fragte sie und legte die Hand auf den Bauch ihrer Schwester.

„Mama sagt es wir ein Mädchen, Ty wünscht sich einen Jungen und mir ist beides Recht, Vater ist auch für einen Jungen.“ Si lächelte und Envy nickte. Sie hoffte, dass es ein Mädchen wurde.

„Es gibt gleich Kuchen, bleibst du so lange?“ fragte ihre Mutter dann und Envy nickte. Sie hatte noch genug Zeit, für John würde sie sich nicht großartig schön machen müssen, er mochte sie auch so, da war sie sich sicher, immerhin hatte er sie ja nur Ungeschminkt gesehen.

 

Der Nachmittag verging wie im Fluge und Envy war am Ende ihres Besuches sehr gut zu frieden. Zusammen mit ihrer Schwester hatte sie Namen für Mädchen und Jungen raus gesucht und ihrer Mutter hatte sie beim Marmelade kochen geholfen. Zwei der Gläser hatte sie mitgenommen, eins für Gwen mit den freundlichsten Grüßen ihrer Mutter und eins für die Mädchen, ebenfalls mit freundlichen grüßen.

Eilig ritt sie mit Lanzelott zurück zum Hof und brachte ihn in den Stall. John hatte seinen Stall ausgemistet und ihm Futter und Wasser gebracht. Zufrieden stellte sie das Pferd in die Box und lief ins Haus um die Marmelade zu überreichen, danach verschwand sie auf ihrem Zimmer um ihre Kleidung zu wechseln. Sie entschied sich für einen Türkisfarbenen Rock und dazu ein violettes Top und eine schwarze Perlenkette. Zufrieden betrachtete sie sich in ihrem Bodenlangen Spiegel und machte sich auf den Weg nach unten. Unterwegs traf sie auf Scilence und Pride, Pride lächelte nur wissen und Envy ging davon aus, dass sie von John schon bescheid wusste. Sie winkte den beiden kurz zu und lief dann weiter zum Tor, wo John bereits wartete. Er trug eine verwaschene Jeans und ein schwarzes Eng anliegendes T-Shirt, dazu weiße Turnschuhe.

„Wo soll es denn hin gehen?“ hakte Envy nach als er ihr seinen Arm hin hielt und sie sich einhakte.

„Das ist eine Überraschung.“ Sagte er und lächelte, dann führte er sie aus der Stadt heraus zu einem abgelegenen Waldstück. Langsam wurde Envy unbehaglich. Sie ging mit einem Jungen in ein abgelegenes Waldstück, den sie nicht mal kannte und überhaupt nicht einschätzen konnte. Besorgt griff sie zu ihren Gürtel und stellte fest, Dass sie ihn im Zimmer liegen gelassen hatte. Sie wurde immer nervöser, was war, wenn er was Schreckliches vorhatte.

Unruhig warf sie ein Blick zu ihm rüber, doch er lief locker neben ihr her und schwieg.

„Wir sind da.“ Sagte er und hielt an einem Abhang. Unterhalb des Abhangs erstreckte sich ein weiter Tal mit einem großen See und einer wunderschönen saftigen Wiese und hinter den angrenzenden Bergen sah man die Untergehende Sonne, die das ganze Bild in ein zartes Orange tauchte. Envy war sprachlos von der Schönheit die sich vor ihr erstreckte und konnte gar nicht genug hinsehen.

„Schön, nicht? Kaum einer kennt diesen Ort, die Montreals und ihre Angestellten kennen ihn allerdings schon seit Generationen.“ Sagte er und lächelte. Envy hatte kaum Zeit zu zuhören, sie blickte immer noch wie verzaubert über das Tal hinweg.

„Es ist Atemberaubend.“ Brachte sie dann hervor. John lächelte und ließ sich am Rand des Abhangs nieder.

„Ich komme fast jeden Abend hier her, es ist entspannend und außer Pride trifft man hier selten jemanden.“ Sagte er und pflückte eine Blume vom Rand die er in der Hand zu drehen begann. Envy ließ sich neben ihm nieder und genoss die letzten Strahlen der untergehenden Sonne.

„Es ist wirklich bezaubernd hier.“ Sagte sie dann und blickte zu John rüber. Er grinste und steckte ihr die Blume vorsichtig ins Haar.

„Ja, das ist es wirklich.“ Sagte er und blickte stumm zu den Bergen.

 

Envy und John saßen noch eine ganze Zeit schweigend nebeneinander und betrachteten die Untergehende Sonne bis es dunkel war.

„Wir sollten zurückgehen.“ Sagte John und stand auf. Er klopfte sich den Dreck von der Hose und hielt Envy seine Hand hin. Dankend nahm sie sie an und ließ sich auf helfen. Schweigend gingen sie den Weg zurück den sie her gekommen waren, beide Versunken in ihre eigenen Gedanken. Envy dachte an den wunderschönen Anblick den sie grade hatte erleben dürfen, sie war John wirklich dankbar dafür.

Am Tor sollten sich ihre Wege dann trennen. Envy blieb kurz stehen und auch John machte keine Anstalt weiter zu gehen. Sie lächelte ihn an, „Danke John, das war das schönste was ich je gesehen habe.“ Sagte sie dann und war dankbar, dass es dunkel war und er nicht sehen konnte wie rot sie anlief.

„Kein Problem, wir können das gerne wiederholen.“ Sagte er und legte eine Hand auf Tor. Envy legte ihre Hand darüber und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Er lächelte und öffnete das Tor und drückte sie noch einmal fest an sich.

„Gute Nacht kleiner Stern.“ Flüsterte er und ließ sie dann los um zu gehen. Envy blickte ihm noch eine Weile mit pochendem Herzen nach, bevor sie den Weg ins Haus antrat um dort in tiefe und schöne Träume zu fallen.

7.5.09 22:42
 


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